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 Strand und Steg

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AutorNachricht
Alex Parker

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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 02, 2012 4:06 pm

Worüber musst du dir denn deinen schönen Kopf zerbrechen? fragte er mich neckend. An seinem frechen Grinsen merkte ich, dass es nicht böse gemeint war und musste sofort verlegen lächeln.

Prius sagte er. Mir kam dieser Name von irgendwo bekannt vor. Ich glaube aus einem alten Geschichtsbuch oder so. Ich zerbrach mir kurz den Kopf, was sein Name bedeuten konnte, aber ich kam auf keine Lösung.
"Ich heiße Alexandra, aber nenn mich doch einfach Alex", antwortete ich auf seine Gegenfrage. Alle im Distrikt die mich kannten, nannten mich Alex. Nur meine Mutter nannte mich Alexandra, wenn sie böse auf mich war.

Das tiefblaue Meer glitzerte schön durch die Morgensonne. Mir kam es heute so vor, als hätte es irgendetwas magisches an sich. Ich wusste nicht woran es lag. Vielleicht an dem grinsenden Jungen namens Prius, der lässig neben mir saß. Vielleicht war das heute auch nur ein besonderer Tag.

Als ich merkte, dass mich Prius die ganze Zeit ansah, konnte ich nicht anders und tat es ihm lächelnd gleich. Ich blickte in seine Augen und ... mir wurde ganz warm. So als ob ein Feuer in mir brannte. Das Wasser zu meinen Füßen milderte dieses Gefühl gar nicht. Was war nur los mit mir? So war es doch noch nie! Ich hatte schon mit einigen Jungs Zeit verbracht, aber keiner von ihnen löste so ein seltsames Gefühl in mir aus, wie Prius.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 02, 2012 5:25 pm

„Alexandra“, wiederholte ich murmelnd.
Der Name war schön. Doch ihr Spitzname war so … gewöhnlich. Lexie gefiel mir besser. Oder Lex. Doch Lexie war besser. Ich beschoss, sie einfach so zu nennen. „Ich sag’ einfach Lexie.“
Ich grinste. Da musste sie jetzt durch. Zwar hatte sie die Möglichkeit, Einwände zu erheben doch – selbstbewusst wie ich war – wer konnte meinem Lächeln schon widerstehen?

Ein lautes Magenknurren meinerseits durchbrach den Moment. Ich hatte wirklich Hunger, hoffte jedoch, dass die Wellen meinen fordernden Magen übertönt hätten.
Mein Hunger würde noch etwas warten müssen, ich hatte jetzt wichtigeres zu tun.
„Wohnst du hier in der Nähe?“, fragte ich interessiert – obwohl ich eigentlich gar nicht fragen wollte. Doch meine Neugier war stärker.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 02, 2012 6:01 pm

Prius murmelte meinen Namen und ein paar Sekunden und sagte er Ich sag’ einfach Lexie. Lexie? So hatte mich noch niemand genannt. Vielleicht gefiel ihm Alex nicht, aber egal. Lexie war einmal etwas Neues. So hieß bestimmt niemand und Lexie hörte sich schon schön an. Prius grinste mich an und ich antwortete lächelnd "Lexie? Klingt ... besonders."

Wir saßen kurz schweigend da, ich sah für einen Moment hinaus aufs Meer und dann wieder zu Prius. Wir hätten noch länger so sitzen können. Doch plötzlich zerstörte ein lautes Magenknurren die Stille. Ich sah Prius verwirrt an, lachte dann aber kurz auf. Ich wollte gerade etwas sagen, aber er fragte mich, ob ich hier in der Nähe wohnte. "Ja. Nicht weit von hier ist mein Haus. Willst du mitkommen und ... vielleicht etwas essen?" fragte ich ihn neckend und lächelte.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 02, 2012 9:02 pm

Eigentlich wollte ich sagen ein besonderer Name für eine besondere Frau, doch das wäre selbst für mich zu dick aufgetragen gewesen. Doch sie schien gegen den Namen nichts einzuwenden zu haben. Also hieß sie von dem Moment an für mich Lexie. Ich grinste zufrieden.

Als Lexie sagte, sie wohne nicht weit von hier und – auf mein Magenknurren hin – ob ich Hunger hätte bzw. wir etwa bei ihr essen wollten, lief ich rot an. „Ähm, nein, danke.“, lehnte ich ab. Deshalb hatte ich nicht gefragt. Ich würde mich schon zu versorgen wissen. Meine Mission war es eigentlich, einen Schlafplatz zu finden – doch ich ließ die Zeit nur so verstreichen. Den gleichen Fehler hatte ich doch erst begangen, ich konnte doch nicht schon wieder so dumm sein.

„Eigentlich“, gestand ich, „muss ich weiter.“
Ich griff nach dem riesigen Rucksack und setzte mich aufrecht hin. So gern ich auch in der freien Natur schlief, so schön war es auch, mal wieder in festen vier Wänden zu schlafen. Und sollte sich kein neuer Schlafplatz finden, würde ich wieder dorthin zurückkehren, wo ich bereits gewesen bin. Zwar wollte ich dies vermeiden, doch ohne Bleibe würde ich nicht dastehen. Irgendwer würde mich schon aufnehmen.

„Ich … ähm …“ stammelte ich. „Vielleicht sehen wir uns ja bald mal wieder“, wandte ich ein.
Oder sie bestand darauf, dass wir noch etwas zusammen unternahmen. Doch es war nicht meine Art, mich aufzudrängen oder mich selbst einzuladen. Doch die Frage, woher sie kam, sollte wirklich nicht der Hinweis darauf sein, dass mein knurrender Magen Nahrung benötigte.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 02, 2012 10:25 pm

Prius lehnte mein Angebot dankend ab und wurde dabei rot. Irgendwie süß, fand ich. Vielleicht nahm er nicht gerne fremde Angebote an.

Als Prius sagte, er müsse weiter und nach seinen Rucksack griff, fragte ich ihn schnell "Was? Wohin willst du? Bleib doch noch hier. Oder ich kann dich begleiten." Ich wusste, wenn ich nicht sofort aufhörte zu reden, würde sich meine Stimme überschlagen. Und das wollte ich überhaupt nicht. Schon gar nicht vor Prius. Es war unverschämt einfach so jemanden auszufragen, aber ... ich wollte nicht, dass er geht.

Er stotterte und behauptete, dass wir uns vielleicht bald wieder sehen würden. Aber was wäre, wenn nicht? Dann würde ich ihn vielleicht nie wieder sehen, denn ich hatte so ein komisches Gefühl, dass er nicht von hier war. Es kam mir zwar unvorstellbar vor, aber andererseits hoffte ich doch auch, dass es da draußen irgendetwas außer Panem gab. Vielleicht ein anderes Land. Mir würde sogar nur eine kleine Insel reichen. Irgendetwas, bei dem ich glauben konnte, dass meine Geschwister dort waren.

Nun saß Prius aufrecht, deshalb hätte er einfach aufstehen und gehen können. Aber bevor er etwas in der Art tun konnte, warf ich noch ein "Wie wär's. Wir könnten bevor du weiter gehst doch noch etwas unternehmen. Nur wenn du willst." und lächelte ihn besonders bezaubernd an.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Di Jul 03, 2012 12:35 am

Lexies Versuche, mich aufzuhalten, schmeichelten mir.
"Ich habe noch nicht gefrühstückt", gab ich ohne Umschweife zu. "Wenn dann müssten wir irgendwo etwas zum Essen organisieren."

Tatsächlich hatte ich wenig Lust, den Tag alleine zu verbringen. Allerdings waren zum Einen das Frühstück zum Anderen auch die Suche nach einer Unterkunft zwei wichtig Punkte auf meiner Agenda.
Doch bevor wir noch länger diskutierten stand ich seufzend auf und übertönte damit ein weiteres Magenknurren.
Mühsam schulterte ich den Rucksack und wartete auf Alexandra.

Das Wasser und die Boote sahen einladend aus. Ob wir wohl die Möglichkeit bekämen, einen Ausflug mit einem Boot zu machen? Damals war das möglich gewesen, allerdings war es das Boot meiner Gastfamilie gewesen. Da es streng genommen verboten war, seinen Distrikt zu verlassen gab es wohl kaum die Möglichkeit für Besucher, ein Boot zu leihen ...

"Kannst du mir etwas empfehlen?", lächelte ich und wie zur Unterstützung knurrte mein Magen schon wieder. Genervt verdrehte ich die Augen.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mi Jul 04, 2012 10:02 pm

Erst jetzt merkte ich, was ich überhaupt gesagt hatte. Wow, so war ich doch sonst nicht. Ich war noch nie so anhänglich und das wollte ich auch nicht sein.

Prius schlug vor, etwas zum Essen zu organisieren und ich nickte. Er stand seufzend auf und schulterte seinen Rucksack. Ich sah kurz zu ihm auf, stand dann aber auch auf und putzte den Sand von meiner kurzen Jeans.

Kannst du mir etwas empfehlen? fragte Prius mich mit knurrendem Magen und verdrehte die Augen. Mich verwunderte sein Augen-verdrehen, aber dann wurde mir klar, dass er das wahrscheinlich wegen seinem Magen tat. Ihn nervte anscheinend sein knurrender Magen.

Ich überlegte kurz und sagte dann lächelnd "Ich könnte dir Fische oder Meeresfrüchte anbieten. Auf was hast du Lust?" Ich sah zum Bootssteg und fragte mich, ob mein Vater schon zurück war. Nein, wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht war ein Freund meines Vaters schon wieder zurück oder gar nicht erst raus gefahren. Na ja, wir konnten schauen gehen.

Nun stand ich vor Prius und sah ihn fragend an. Jetzt bemerkte ich auch, dass er einen Kopf größer war als ich. Eigentlich hatte ich gedacht, er sei nicht so groß, aber der Schein trügt. Neben ihm schien ich klein und schwach zu sein, denn er war größer und auch muskulöser als ich. Das war nicht schlecht, aber ich wollte nicht schwach sein oder so aussehen!
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mi Jul 04, 2012 10:26 pm

"In aller Frühe schon Fisch", entfuhr es mir. Aber das war ja hier üblich. Ich musste mich einfach wieder an den Rhytmus gewöhnen.

"Dann nehm' ich Meeresfrüchte", versuchte ich die Situation zu retten und fragte, in welche Richtung wir gehen müssten. Wir liefen in die gedeutete Richtung und ich legte beim Gehen lässig und völlig unbefangen meinen Arm um Lexies Schulter. Wenn sie etwas dagegen hätte, müsste sie es nur sagen.

Mit einem Grinsen auf den Lippen schlenderten wir schweigend den Weg entlang.
"Gehst du noch zur Schule?", wollte ich wissen. Oder arbeitete sie schon? Sie musste um die 16 sein, vielleicht ein Jahr älter. Je nach der Stellung ihrer Eltern war es durchaus möglich, dass sie schon arbeiten musste.
Wieder einmal war ich froh, dass ich diesen Fängen entkommen konnte - sowohl denen des Kapitols als auch denen der eigenen Eltern.

Die Sonne war inzwischen aufgegangen und es schien ein ziemlich warmer Tag zu werden. Es war bereits jetzt unglaublich schwül und stickig, wozu das Meer durchaus seinen Teil beitrug.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mi Jul 04, 2012 11:15 pm

Als er diese Bemerkung über Fisch machte, war mir ganz klar, dass er nicht aus Distrikt 4 war. Bei uns war das normal, aber in anderen Distrikten galt das wohl als ekelig.

Dann nehm' ich Meeresfrüchte. sagte er und ich antwortete ihm sofort "Gut, dann müssen wir, aber tauchen. Kannst du tauchen?" Da er nicht von hier war, war das nicht selbstverständlich. Ich deutete ihm auf seine Frage hin den Weg. Während wir gingen, legte Prius seinen Arm um meine Schulter. Zuerst sah ich etwas verduzt aus, aber dann machte mir das nichts aus.

Prius fragte mich, ob ich noch zur Schule ginge und ich gab im sofort eine Antwort. "Ja, tue ich. Aber nicht immer, manchmal helfe ich auch meinem Vater bei der Arbeit. Und du?"

Wir schlenderten schweigend den Weg entlang und ich konnte einfach nicht das Lächeln aus meinem Gesicht bringen. Die Sonne war schon aufgegangen und man merkte schon, heute würde wie immer ein warmer Tag werden. Aber wenn man damit aufgewachsen war, störte es nicht.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mi Jul 04, 2012 11:23 pm

"Nein", lachte ich. "Ich gehe nicht mehr zur Schule." Immerhin war ich bereits 19.
"Ich helfe immer da, wo ich gerade gebraucht werde", nahm ich die Antwort auf die Frage, was ich beruflich machen würde, schon vorweg.

"Und um nochmal aufs Tauchen zurück zu kommen", lenkte ich ein, "das kann ich durchaus."
Es stimmte. Ich war ein guter Taucher. Immerhin hatte ich bereits ein Jahr hier gelebt.
Aber wieso fragte sie überhaupt? Es konnte quasi jeder in diesem Distrikt tauchen, solch eine Frage war eigentlich total überflüssig.
Aus dem Augenwinkel musterte ich sie etwas skeptisch, ließ mir jedoch nichts anmerken.

"Da hinten?", fragte ich und deutete auf eine Stelle, an der ich bereits nach Meeresfrüchten getaucht bin. Hier kannte ich mich gut aus.
Oder wollte sie irgendwo anders hin?
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Do Jul 05, 2012 12:22 am

(Sollen wir ein neues Thema für das Tauchen machen oder einfach hier weiter schreiben?)

Ich hatte mir schon gedacht, dass er nicht mehr zur Schule ging, aber sicher war sicher. Wie alt war er wohl 18? Vielleicht auch 19? Ich wusste es nicht genau, aber ich wollte nicht fragen.

Prius erklärte mir, dass er tauchen konnte. Ich wurde rot, denn es war schon peinlich jemanden in Distrikt 4 so etwas zu fragen, deshalb fing ich an "Ich weiß, das war eine dumme Frage, aber ..." Ich wusste nicht, wie ich es ausdrücken sollte und druckste deshalb herum"... na ja..."

Da hinten? fragte er mich "Ja, das ist ein guter Platz" Während wir dort hin gingen, überlegte ich immer noch, wie ich es sagen sollte. Aber irgendwann platzte es einfach aus mir heraus "Du bist nicht aus Distrikt 4!" Ich blieb stehen, brachte ihn dadurch auch zum Stehen und blickte ihm tief in seine Augen. Wie würde er reagieren? Prius hatte mich schon länger skeptisch angesehen, aber was würde er jetzt sagen? Oder tun?
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Do Jul 05, 2012 11:11 am

(ich bin für hier weiter schreiben – ist ja quasi noch am Strand)


Meinen leicht entsetzten Gesichtsaudruck überspielte ich gekonnt – ich war ein Meister darin, mich durchzumogeln. Mit einer Sekunde Verzögerung prustete ich laut los. Ich zog sie mit mir und wir liefen weiter. „Wo soll ich denn sonst her sein?“, lachte ich ausweichend, erwartete jedoch keine Antwort.

Ich kannte Lexie zu wenig um ihr anvertrauen zu können woher ich kam. Zwar hatte ich nicht das Gefühl, ihr nicht vertrauen zu können, doch war mir das Risiko einfach zu groß.
Mutig war sie jedoch, das musste man ihr lassen. Einem Fremden zu unterstellen, er sei nicht aus ihrem Distrikt. Woher sollte er sonst stammen? Das Reisen zwischen Distrikten war Friedenswächtern, den Menschen aus dem Kapitol und Mentoren bzw. Siegern vorbehalten. Er war niemand davon. Wie also und vor allen Dingen warum sollte er reisen?
Doch die Wahrheit – die ganze Wahrheit – kannte niemand. Zwar gab es inzwischen einige Leute, denen ich vertrauen konnte und die mich jederzeit in ihren Distrikten aufnehmen würden, die natürlich auch wussten dass ich aus Distrikt 13 stammte und somit auch wussten, dass das Gerede von Snow nur eine Fassade war, die langsam bröckelte, doch meine familiären Hintergründe, meine Kindheit, mein wahres ich – das kannte niemand.
Da musste ich wieder an Tiara denken. Sie wäre so eine Kandidatin gewesen, der man sich – in bisher üblichem Rahmen – hätte anvertrauen können. Allerdings war die Zeit für mich in Distrikt 7 noch nicht gekommen. Aus Prinzip bleibe ich nur länger in Distrikten, wenn sich bereits am ersten Tag eine langfristige Unterkunft und Menschen denen ich vertrauen konnte fanden.

Noch immer mit einem breiten Grinsen, jedoch ohne das schallende Lachen, liefen wir zu der Stelle, die ich bereits kannte. Ich quasselte auf dem Weg dorthin ununterbrochen, sodass Lexie nicht die Möglichkeit hatte, dazwischen zu funken.

„Dann wollen wir mal“, grinste ich, schmiss meinen Rucksack achtlos in den weißen Sand und zog mir mein Shirt über den Kopf.
Die Stelle, an der wir tauchen wollten, lag hinter Felsen und vor fremden Blicken geschützt. Wenn man sich nicht auskannte, blieb einem diesem Stelle verborgen. Einer der Gründe, weshalb ich keine Bedenken hatte, all mein Hab und Gut zurück zu lassen.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Do Jul 05, 2012 10:58 pm

(okay. Stimmt Smile )

Ich bemerkte den entsetzten Ausdruck in seinem Gesicht, aber eine Sekunde später prustete Prius einfach laut los. Es war etwas Wahres an dem, was ich gesagt hatte, das wusste ich. Als er lachend Wo soll ich denn her sein? sagte, erkannte ich, dass er log.

Prius versuchte davon abzulenken und zog mich einfach mit sich. Ich wollte ihn zur Rede stellen und hätte mich ihm in den Weg stellen sollen, aber Prius redete wie ein Wasserfall und ließ mich nicht zu Wort kommen.
Warum log er mich an? Ja, wir kannten uns nur sehr kurz, aber das war doch kein Grund mich anzulügen. Aber etwas anderes beschäftigte mich auch: Wie konnte er zwischen den Distrikten reisen? Das durften doch nur Friedenswächter, Sieger und reiche Bewohner des Kapitols. Er schien niemand davon zu sein. Prius sah nicht aus wie jemand aus dem Kapitol. Diese Menschen sahen doch immer schrill aus und waren voreingenommen. Und wie ein Friedenswächter war er auch nicht. Bei uns gab es Friedenswächter, aber die hatten nie einen knurrenden Magen. Wenn er ein Sieger wäre, hätte ich das bemerkt. Prius war nicht viel älter als ich, also hätte ich ihn in den Hungerspielen oder bei der Tour der Sieger sehen müssen. Das hatte ich aber nicht. Es gab auch ganz sicher in den letzten sieben Jahren gar keinen Sieger, der Prius hieß. Da war ich mir sicher.

Prius grinste die ganze Zeit, während er redete und redete. Er wollte mir nicht die Wahrheit sagen, denn er vertraute mir anscheinend nicht. Aber ich war doch ein vertrauenswürdiger Mensch, oder etwa nicht? Wahrscheinlich hatte ich ihn damit überrumpelt. Das wollte ich eigentlich nicht, aber es musste sein.

Dann wollen wir mal sagte Prius grinsend, schmiss seinen Rucksack in den Sand und zog sein Shirt aus. Die Stelle hinter den Felsen war ein guter Platz zum Tauchen und irgendetwas war komisch an diesem Ort. Ich war schon oft mit Josh hier tauchen, aber noch nie ohne ihn. Irgendetwas Wichtiges verband mich mit diesem Ort. Aber was? Ich wusste es nicht, aber vielleicht würde ich es bald herausfinden.

Prius lief schon zum Wasser, ich jedoch blieb bockig neben einem Felsen stehen. Ich wollte, dass er mir die Wahrheit sagte. "Ich habe Recht! Und das weißt du auch!" sagte ich in einem etwas schroffen Ton.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Fr Jul 06, 2012 11:16 am

Als Lexie bockig am Ufer stehen blieb und mir mitteilte, sie hätte Recht, musste ich laut loslachen. Diesmal aber ehrlich und aufrichtig. Der große Felsen ließ sie wie ein kleines Mädchen wirken. Es fehlten nur noch die blonden Zöpfe.

„Ach komm schon“, forderte ich sie auf. „Ich verhungere!“
Genau genommen hatte ich ihr ja nicht widersprochen. Und gelogen hatte ich auch nicht. Lediglich die Grenzen der Wahrheit, was eigentlich auch das Auslassen von Tatsachen beinhaltete, etwas ausgedehnt.

Noch während ich schmunzelte lief ich die paar Meter auf sie zu und griff nach ihren Händen.
„Komm“, lächelte ich und zog sie, ich selbst rückwärts laufend und je eine Hand von ihr in meinen, mit mir. „Mal sehen, wer von uns besser taucht“, funkelte ich sie neckisch an.

Ich zog Lexie enger an mich, als ich es beabsichtig hatte, ehe ich die Situation erkannte und sie los ließ. Etwas verlegen grinste ich. Mit einer schnellen Handbewegung öffnete ich den Knopf meiner Hose und ließ sie auf den Boden sinken, nun nur noch in engen Shorts.

Elegant hüpfte ich auf den ersten von vielen Felsen, deren Oberflächen aus dem Wasser herausragten. Man konnte so gut fünfzig Meter ins Meer hinein laufen, ehe man dort dann ideal nach den meiner Meinung nach besten Früchten im Umkreis tauchen konnte.
Auf dem ersten Stein hielt ich inne, drehte mich zu Lexie um und hielt ihr mit meiner Hand das Angebot hin, sich von mir mit auf den Stein ziehen zu lassen. Vermutlich würde sie das auch locker alleine schaffen, dennoch tat ich es.

Tauchen konnte ich tatsächlich gut, das mit dem Schwimmen war ein anderes Thema. Ich hielt mich über Wasser, doch weitere Strecken oder ansprechende Geschwindigkeiten entzogen sich meines Könnens. Immerhin war ich, ehe ich das erste mal hier gewesen bin, noch nie vorher schwimmen. Wo hätte ich es auch lernen sollen?
Ich hoffte, dass Lexie mit meinen Tauchkünsten zufrieden sein und nicht darauf bestehen würde, den Rückweg zu schwimmen.
Doch bis dahin war noch etwas Zeit. Erst einmal mussten wir hinaus. In wenigen Metern würde der Wind heftiger wehen und der jetzt noch einfache Balanceakt würde zur Herausforderung werden.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Fr Jul 06, 2012 6:01 pm

Als Prius loslachte, giftete ich ihn an "Lach mich nicht aus!", und ballte meine Hände zu Fäusten. Es ärgerte mich, wenn mich Leute auslachten. Ich hätte gerne mit meiner Faust auf den Felsen neben mir geschlagen, aber ich riss mich noch zusammen. Du weißt was beim letzten Mal war, als du das gemacht hast!, ermahnte ich mich selbst.

Ach komm schon. Ich verhungere! sagte er zu mir. In meiner Rage dachte ich 'Tu doch!' und schlug einfach mit meiner Faust so fest ich konnte auf den Felsen. Sofort verspürte ich einen stechenden Schmerz in meiner rechten Hand, aber ich versuchte den Schmerz zu ignorieren.

Prius kam zu mir zurück gelaufen und griff nach meinen Händen. Als er meine rechte Hand in seine nahm, zuckte ich zusammen und hätte beinahe aufgewimmert wie ein kleiner Hund, aber ich konnte es noch rechtzeitig unterdrücken. Ich wollte nicht schwach wirken, denn das war ich nicht.
"Das werden wir gleich sehen!" erwiderte ich neckend. Ich beschloss meine Strategie zu ändern, denn irgendwie würde ich noch die Wahrheit aus ihm herausbekommen. Nun würde ich nicht weiter nachhaken, sondern warten bis er es mir erzählen wollte.

Prius zog mich ganz eng an sich, wahrscheinlich enger als beabsichtigt. Ich war immer noch etwas wütend auf ihn, aber zum Glück ließ er mich los, sonst wäre ich vielleicht noch gemein geworden. Das wollte ich auch nicht.
Er grinste mich verlegen an und ich tat es ihm gleich. Auch wenn ich es nicht beabsichtigt hatte. Dann öffnete er den Knopf seiner Hose und stand nur noch in engen Shorts vor mir.

Er hüpfte auf den ersten Felsen, der aus dem Wasser ragte. Ich zog mein Top und meine Jeans aus und warf sie in den Sand. Gut, das ich schon meinen Bikini anhatte. Bevor ich aus dem Haus gegangen war, wusste ich schon, dass ich heute schwimmen gehen würde.
Dann drehte sich Prius zu mir um und hielt mir seine Hand hin. Ich hätte es allein auch geschafft, aber ich wollte ihm nicht vor den Kopf stoßen. Ich gab ihm meine linke Hand und ließ mich von Prius auf den Stein ziehen.

Ich war richtig gespannt, ob er überhaupt tauchen konnte geschweige denn schwimmen. Während wir von Felsen zu Felsen sprangen, spürte ich immer wieder einen stechenden Schmerz in meiner Hand, aber ich ließ mir nichts anmerken. Bald würde es schwierig werden auf den Felsen nicht auszurutschen, denn je weiter wir raus kamen, desto heftiger war der Wind. Die Sonne stand schon hoch und ich stellte mir schon vor wie ich in das kühle Nass eintauchen würde.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Fr Jul 06, 2012 6:27 pm

Ich war gespannt, wie lange Lexie noch das toughe Mädchen spielte ehe der Schmerz in ihrer Hand stärker war als ihre Fassade. Doch nach wie vor tat ich so, als hätte ich nichts gemerkt. Genauso wie sie so tat, als würde sie es nicht ärgern, dass ich nichts von mir erzählte.
Doch Vertrauen musste man sich verdienen, davon war ich fest überzeugt. Ein gewisses Grundvertrauen musste man klar mitbringen, doch ehe ich zu einem Menschen vollständig ehrlich war, was für mich mit Vertrauen gleichzusetzen war, dauerte es - oder bedarf es außergewöhnlicher Umstände.

Es waren wirklich nur wenige Meter gewesen als mich bereits die erste Böe erfasste und ich gefährlich schwankte. Doch ich balancierte mich geschickt aus und wandte mich zu Lexie um. "Alles okay?", fragte ich.
Als mein Blick über ihre Hand huschte musste ich dann doch grinsen. Sie war bereits leicht blau. Hatte sie sich etwas gebrochen? War sie immer so impulsiv?
Und war das nette freundliche Mädchen von heute früh, das wütende und impulsive Mädchen von eben oder das abenteuerluste Mädchen von jetzt ihr wahres Ich? Oder ein ganz anderes?

Als wir den letzten Stein erreicht hatten ging ich in die Knie und setzte mich dann hin, die Beine ins Wasser baumeln lassend.
"Gemeinsam?", fragte ich aufrichtig lächelnd und hielt ihr meine Hand hin - sie würde sie mit ihrer rechten greifen müssen.
Klüger wäre es, wenn einer taucht und einer sichert. Doch wir waren jung, und wer war schon klug oder vernünftig?
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Fr Jul 06, 2012 7:03 pm

Nach ein paar Metern wurde Prius von einer Windböe getroffen und schwankte. Ich dachte schon, er würde gleich hinunterfallen. Doch er schaffte es wieder seine Balance zu finden, drehte sich zu mir um und fragte, ob alles okay war. "Bei mir ist alles okay. Und bei dir auch, oder?"
Bevor er sich wieder umdrehen konnte, blickte er kurz auf meine Hand und grinste. Prius hatte es also doch bemerkt. Er hatte nur so getan, als wäre nichts. Mich interessierte, was ihn so zum Grinsen gebracht hatte und ich sah auf meine Hand hinab. Mist, sie wurde schon blau. Ich musste ja auch so dumm sein und das tun. Mal wieder.

Als wir am letzten Felsen ankamen, setzte sich Prius hin und hielt mir seine linke Hand hin. Gemeinsam? fragte er mich lächelnd. "Oh du bist fies. Jaaa, ich war vorhin zu impulsiv und jetzt ist meine Hand blau. Schon klar." sagte ich leicht genervt, aber dann zuckersüß lächelnd.
Normalerweise tauchte immer einer und der andere sichert. Aber wenn ich heute schon so drauf war, konnte ich auch etwas wagen.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Sa Jul 07, 2012 12:54 am

Auf Lexies Erklärung erwiderte ich nichts, hielt ihr jedoch die andere Hand hin. Ein Versöhnungsangebot quasi.

"Also?", fragte ich wieder, auch wenn ich der Meinung war in ihren Augen bereits Zustimmung gesehen zu haben. "Oder soll ich alleine tauchen?", bot ich mit einem erneuten Blick auf ihre Hand an.
Vielleicht wäre es besser, wenn sie sich und ihre Hand schonen würde. Immerhin konnte ich wirklich gut tauchen und bekäme das hier auch gut alleine hin.

Der Wind peitschte und an Land war das gar nicht so aufgefallen. Die Wellen klatschten grollend gegen die Felsen und die See hatte bereits ruhigere Tage erlebt.
Das wunderte mich, gerade weil man normalerweise am Strand das Wetter ziemlich gut erkannte.
Doch das Tauchen wäre trotzdem möglich.

Ich zog meine Hand wieder zurück und stieß mich vom Fels ab ins Wasser. Das Wasser war aufgrund der Tiefe und der frühen Uhrzeit ziemlich frisch, doch es machte mir nichts aus.
"Sicherst du mich?", bat ich schließlich.
Mir wäre lieber dabei, abgesichert zu sein. Außerdem war Lexies Hand wirklich ein Risiko.
Ich hoffte, dass sie auf meinen Vorschlag eingehen würde.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Sa Jul 07, 2012 4:28 pm

"Tut mir leid! Ich ... ich bin einfach ausgeflippt. Normalerweise bin ich nicht so.", entschuldigte ich mich bei Prius, der mir jetzt seine andere Hand hinhielt.
Prius fragte mit einem Blick auf meine verletzte Hand, ob er alleine tauchen sollte. Ich wusste aus Erfahrung, dass ich es noch locker bis zum Ende des Tages aushalten würde. "Lass uns tauchen. Du musst dir keine Sorgen um mich machen. Ich halte das schon aus", versicherte ich ihm lächelnd.

Hier heraussen herrschte raue See, die Wellen schlugen gegen die Felsen und der Wind peitschte mir ins Gesicht. In letzter Zeit spielte das Wetter verrückt.

Ich setzte mich neben Prius, der seine Hand zurückzog und sich vom Felsen ins Wasser abstieß. Als er mich fragte, ob ich ihn sichern würde, sagte ich, während ich meine Füße ins Wasser baumeln ließ, "Na gut. Wenn dir das lieber ist."
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Sa Jul 07, 2012 9:59 pm

Ich grinste Lexie nur dümmlich an ehe ich tief Luft holte und im Wasser verschwand ...

Schwer atmend tauchte ich wieder auf. Das mit dem Luft anhalten war wohl Trainingssache. Meine Zeit hatte im Vergleich zum Letzten mal stark abgenommen. Doch es hatte gereicht. Meine Beute, die ich umständlich in der Hand hielt und die dementsprechend klein war, legte ich auf den Fels, ehe ich mich an selbigen klammerte und zu Luft zu kommen versuchte.

"Haben wir ... einen Beutel ... oder sowas?", keuchte ich. Eindeutig war ich außer Übung. Wo sollte ich denn den Fang hinpacken? In meine Unterhose wohl kaum. Oder doch?

"Sonst muss ich ... ja hundert mal ... tauchen ehe wir ... genug haben."
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Alex Parker

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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Sa Jul 07, 2012 10:49 pm

Prius grinste mich dümmlich an und tauchte unter. Ich fragte mich, wie lange er wohl unter Wasser bleiben konnte. Eine Antwort erhielt ich kurz später, als er wieder schwer atmend auftauchte.

Er legte seine kleine Beute auf den Felsen und klammerte sich an ihn. Dann keuchte er, ob wir einen Beutel hätten. "Eigentlich nicht. Aber wir können uns doch abwechseln.", bot ich ihm an. Ich hoffte, er würde mich tauchen lassen.
Aber warum sollte ich auf sein Einverständnis warten? Er war nicht mein Boss! Also könnte er nichts dagegen machen. Und außerdem konnte ich viel länger die Luft anhalten als er. Wenn man 16 Jahre seines Lebens in Distrikt 4 verbrachte, war so etwas ein Kinderspiel.

Ich wartete nicht auf seine Antwort und sprang einfach ins Wasser. Im Wasser tat meine Hand kein bisschen weh, also war es doch gut. "Geh nur wieder aus dem Wasser. Ich schaffe das schon. Außer du willst noch einmal mittauchen. Wie wär's?" fragte ich Prius lächelnd.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   So Jul 08, 2012 12:08 am

Eine Antwort hielt ich für überflüssig. Tief holte ich Luft und tauchte ab. Diese Blöße würde ich mir nicht geben. Ich war nur äußer Übung. In ein paar Tagen sähe das schon ganz anders aus.

Tatsächlich schafften wir es in kürzester Zeit mehr zu fangen als wir essen könnten. Elegant sprang ich aus dem Wasser und hielt, ganz Gentleman, Lexie beide Hände hin.
Gemeinsam liefen wir, mit all der Ausbeute ziemlich umständlich, zurück zum Strand. Der Wind machte uns gar nichts mehr aus, es wahr wohl reine Gewöhnungssache.

Am Strand angekommen legte ich die Früchte auf einen Stein und ließ mich erst einmal rücklings in den Sand fallen, der natürlich sofort an meiner noch feuchten Haut kleben blieb - doch das war mir egal.
Ich atmete noch immer schwer. "Tja, ich muss mir wohl oder übel eingestehen dass ich ziemlich außer Übung bin", grinste ich. Es war eine unverfängliche Aussage, denn immerhin tauchte nicht jeder täglich nach Meeresfrüchten. In diese Aussage konnte sie nicht zwangsläufig etwas hinein interpretieren.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   So Jul 08, 2012 9:54 pm

Prius widersprach mir nicht. Das hätte ihm sowieso nichts genutzt. Wir holten tief Luft und tauchten unter. Nun wurde auch meine Annahme bestätigt. Ich konnte länger die Luft anhalten als er. Vielleicht lag es auch daran, dass ich fast jeden Tag tauchen ging.

Trotz meiner Hand, die nicht mehr bläulich war, fingen wir in kurzer Zeit mehr Meeresfrüchte als ich je mit Josh gefangen hatte. Prius sprang aus dem Wasser und hielt mir wie ein wahrer Gentleman beide Hände hin. Ich nahm sein Angebot dankend an und er half mir aus dem Wasser. Dann liefen wir gemeinsam mit unserem Fang so gut es ging zurück.

Als wir am Strand ankamen, legte ich die Früchte, die ich getragen hatte, zu den Meeresfrüchten von Prius, der bereits auf dem Boden saß. Ich sah ihn lächelnd an und setzte mich dann neben Prius in den Sand.
Ich musste über seine Aussage lachen. Es konnte ja sein, dass er nicht sehr oft tauchte. Prius versuchte eindeutig mich von meiner Behauptung abzubringen. Vielleicht würde er es sogar schaffen.
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 09, 2012 12:16 pm

Während ich Lexie beobachtete, deren Haut aufgrund der von der Sonne beschienenen Wassertropfen zu leuchten schien, überlegte ich, wie wir das Essen wohl am Besten zubereiten konnten. Ob wir hier ein Feuer machen konnten? Immerhin könnte der Rauch uns verraten. Andererseits waren wir so weit abseits des regen Lebens, dass es vielleicht gar nicht auffiel. Doch bei diesem Punkt würde ich mich nach Lexie richten. Immerhin war ich schon länger nicht hier gewesen und kannte die aktuelle Lage nicht.

Obwohl es noch früh am Morgen war beschäftigte ich mich bereits die Frage, wo ich meine Zeit hier verbringen würde. Ungern würde ich auf alte Bekanntschaften zurückgreifen müssen. Doch für mich stand fest, dass wenn sich bis zum Nachmittag keine Bleibe gefunden hatte, ich wieder abreisen würde. Genau wie in Distrikt 7. So funktionierte es am Besten.

Wie zur Erinnerung knurrte mein Magen erneut. Was sollte das? Er war doch sonst nicht so zimperlich. Tagelang kam ich ohne anständige Mahlzeit aus, und jetzt?
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BeitragThema: Re: Strand und Steg   Mo Jul 09, 2012 2:22 pm

Wir saßen eine Weile einfach nur da, bis Prius' Magen wieder knurrte. Er hatte bestimmt noch Hunger, deshalb fragte ich grinsend während ich mir ein Lachen verkniff "Wollen wir nicht etwas essen?" und deutete zu den Meeresfrüchten, die noch immer auf dem Stein lagen. Es kam niemand auf die Idee hier einfach vorbeizukommen und etwas mitzunehmen. Es war ja nicht verboten. Die wohlhabenden Bewohner kauften Josh und mir sehr gerne Meeresfrüchte, denn sie wollten auch etwas anderes als Fisch essen.

Ich dachte nach, ob wir hier ein Feuer machen sollten, aber da kam mir in den Sinn, dass sich ein Mitschüler von mir schon einmal selbst eingeladen hatte. Das war wirklich unverschämt, deshalb sprach ich seit diesem Vorfall kein Wort mehr mit ihm und ging ihm aus dem Weg. Sollte sich dieser Typ doch selber etwas zum Essen suchen.

Mir fiel wieder Prius ein und fragte ihn lächelnd "Willst du hier ein Feuer machen oder sollen wir die lieber bei mr zu Hause zubereiten? Wie du willst!" Ich ignorierte die Erinnerung von vorhin, denn wenn sich dieser Typ wieder blicken lassen würde, würde ich ihn schon meine Meinung sagen. Und das wollte er bestimmt nicht hören.
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