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 Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)

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Jair Kraal

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 12:20 am


Man konnte ihr ansehen, wie tief sie mein Misstrauensausspruch traf. Vielleicht sagte sie ja doch die Wahrheit aber vielleicht ja aber auch nicht.
Dann sah sie sich kurz zu den anderen zwei Tributen um und wieder zurück, bevor sie fast flüsterte, dass sie mich hatte wecken wollen aber der Nebel so schnell war und ich nicht aufgewacht war. Dies war wohl der Augenblick in meinem Traum, indem sich alles geändert hatte vom Kornfeld zum Säuresee.
"Es sah nicht so aus als hättest du gezögert als du Harry...", ich brach ab und schluckte den dicken Klos in meinem Hals hinunter. "Wann hattest du vor das selbe mit mir zu tun? Das kleine schüchterne Mädchen mit den Messerwerfkünsten. Erst es mir zeigen damit ich weiß wie ich umkomm aber tja dann kam der Nebel dir wohl vor." Kurz sah ich an mir herunter, meine Haut wurde immer röter und fleischiger und es schmerzte..verdammt!!
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Quinn Coock

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 12:33 am

"Er hat mich daraum GEBTEN und hat mich angerifen"! Kurz deutete ich auf mein Gesicht, indem immer noch das Blut hinunter lief. "ICH hätte das NIE von mir aus gemacht"! Tapfer schluckte ich die aufkommenden Tränen hinunter und sah mir seinen verätzten Körper an. "ich hätte dich nicht angegriffen...wirklich nicht, glaub mir doch bitte"!
Kopfschüttelnd sah ich ihn an. Bei diesen veröetzungen würde wohl kein Moos mehr helfen...
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Jair Kraal

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 12:48 am

ICh blickte ihr fest in die Augen, so er hatte sie gebeten und sie angegriffen? Das traute ich dem Jiungen nicht zu aber wer weiß was die Arena aus ihm gemacht hatte, genauso wie mit mir. Verändert fühlte ich mich, nicht nur körperlich aber ich misstraute sogar der jenigen, der ich vorher jedes Wort geglaubt hätte.
Sie rang mit sich und schluckte immer wieder die aufkommenden Tränen hinunter und wieder versicherte sie mir, dass sie mich nicht angegriffen hätte.
Je länger ich zögerte umso unsicherer wurde ich. Vielleicht meinte sie es ja doch ernst?? Kopfschüttelnd sah Tia mich an und ich konnte aus ihrem Blick sehen wie schlimm meine Verletzungen doch wirklich waren. Ihr Blick war noch besorgter als der mit dem sie mein Bein bedacht hatte.
"Sei froh dass du es rausgeschafft hast", murmelte ich einwenig versöhnlich und ohne sarkastischen oder gemeinen Unterton.
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Quinn Coock

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 12:56 am

"Hätte ich ihm nicht ins Herz gestochen, wäre er lansgam und qualvoll gestorben", redete ich unbeirrt weiter. "Wäre das besser gewesen"?
Kurz erwiederte ich seinen festen Blick, dann sah ich weg. "Ja", murmelte ich, sah ihn noch einmal mitfühlend an und steckte das Messer in den Gürtel. Dann ging ich auf einen Baum zu, denn ich mit Mühe besteig und sah mich auf der ebene um, froh darüber, hier oben für mich alleine zu sein.
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Jair Kraal

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 1:04 am

Da hatte ich mich doch wohl gewaltig getäuscht, sie hatte ihm das ganze erleichtert. Wie kam ich nur auf die Idee sie hinterlistig und kalt zu empfinden? Die Arena hatte mich wirklich verändert, zu viel Misstrauen war auch nicht gut. Langsam schüttelte ich den Kopf..Mist!!..die Haut versuchte sich schon wieder zu schließen und das Drehen tat absolut nich gut, es riss bestimmt wieder auf und der Schmerz durchfuhr meinen Nacken, die Schulter und die Wirbelsäuler hinunter. "Au", stöhnte ich mit verzogenem Gesicht. Ich darf keine solchen Emotionen zeigen..fest biss ich meine Zahnreihen aufeinander.
Nun sah sie mich mitleidig an, doch selbst diese Portion Mitleid war mir zu viel im Moment, ich blickte zum Boden während sie das Messer weg steckte und auf den Baum kletterte.

Jetzt war jeder für sich, Annyca auf dem Füllborn, Tia auf dem Baum und ich, wir alle verletzt und am Ende unserer Kräfte...
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 9:02 pm

Etwas genervt sah ich den Beiden auf der Ebene zu, ehe ich einen etwas wütend klingenden Ton von mir gab als das Mädchen auf den Baum verschwand.
Die zwei konnten sich anscheinend nicht einig werden. Ich hoffte einfach mal dass ihnen klar war, dass sie sich so niemals gegenseitig töten konnten, wobei sie das wohl oder übel mussten. Es sei denn ich würde diesen Teil übernehmen. Was dann wohl auch so kommen sollte.
Ich knirschte etwas mit meinen Zähnen, ehe ich dann vom Füllhorn sprang und auf einen Baum zustapfte.
Sekunden später kletterte ich diesen mühelos hoch und hangelte mich von einem Ast zum anderen, bis ich in der Nähe des Mädchens war.
Lautlos zog ich meinen Dolch und schwang mich dann von einem tiefer gelegenen Ast.
Ich kam etwas hart auf dem Boden auf, wodurch mir einen Moment alle Knochen schmerzten, aber nach einem kleinen Augenblick ging es wieder.
Gezielt warf ich das Wurfgeschoss Richtung dem kleinen Mädchen und fluchte nur leise, als das Messer sich neben ihr in den Baum bohrte.
Keinen Wimpernschlaf später aber flog der nächste Dolch durch die Luft und traf diesmal sein Ziel. Wenn auch nicht ganz korrekt.
Ich stieß die Luft aus, ehe ich dann zu dem Jungen herumwirbelte und auf ihn zu lief. Mein Schwert zog ich noch im Laufen und hielt es angriffsbereit vor mich.
Ich hoffte einfach nur dass das Mädchen im Moment mehr mit sich beschäftigt war.
"Wir sind nur noch zu dritt und ich werde nicht warten bis ihr euch möglicherweise am Ende selbst in den Tod stürzt", zischte ich leise und senkte meinen Kopf ein bisschen.
War es denn zu viel verlangt dass ich hier einfach nur noch raus wollte?

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 11, 2011 9:02 pm

'Annyca Sescon' hat folgende Handlung ausgeführt: Würfel

'normaler Würfel' : 4

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Sa Aug 13, 2011 3:34 am

Ich bemerkte das Mädchen nicht, das sich vorher als Anny vorgestellt hatte und nun, ganz in der Nähe von mir auf einen Ast geklettert war. So sehr war ich damit beschäftigt zu verdauen und vor allen Dingen zu verarbeiten, das Phil mir misstraute. Es versetzte mir einen tiefen Schlag und ich musste mich bemühen, nicht heulend davon zu rennen.
Umso mehr erschrack ich mich, über den dumpfen Aufprall und den plötzlich auf mich zukommenden, fliegenden Dolch. Er verfehlte mir nur um Zentimeter und blieb dort im Stamm stecken. Noch während ich ihn verdutzt ansah, flog noch einer nach oben und bohrte sich in meine kleine, zierliche Schulter. Vor Schmerz schrie ich auf und zog ihn kurz darauf, und mit zusammen gebissenen Zähnen aus dem Fleisch. "Feiges Huhn", schrie ich nach unten und warf ihn wieder zurück. Irgendwie...ich tat es wie beim Messerwerfen, und oh Wunder, er bohrte sich in den Rücken von Anny, die mir leichtfertig den Rücken zugedreht hatte.
Selbst Schuld!!
So schnell ich konnte, kletterte ich bis auf die dünnsten Äste, ganz nach oben und versteckte mich im Laubwerk. Phil konnte ich gerade nicht helfen...doch innerlich hoffte ich, das er dieses Mädchen fertig machte!!

Als plötzlich ein silbender Schirm an einem dünnen Ast hängen blieb, streckte ich eine Hand aus und besah mich dem etwas. War das etwa ein Sponsorengeschenk für MICH? Ich konnte es kaum glauben, schnell sah ich nach und fande eine winzig kleine Tube mit weißem etwas darin. Wohl eine Wundcreme oder ähnliches, und auch nur so groß, das es nur für eine Hand voll Anwendungen reichte. Wohl besser so, die beiden da unten täten wohl alles für so etwas...und Phil würde ich es sogar gönnen!! Aber Fakt war...ich brauchte es selber...
Ich drehte es auf, und schmierte mir die Salbe an die Verletzung am Arm, die mir die Mutation zugefügt hatte, die Verletzung an der Schulter, am Unterarm und im Gesicht von Harry und die Verletzung an der anderen Schulter von gerade eben.
Und schon war sie leer...etwas wehleidigt starrte ich darauf und unterdrückte ein wimmern, als es in den Wunden anfing zu brennen, naja, vieleicht war das ein gutes Zeichen?? Wundern, das ich ein Sponsorengeschenk bekommen hatte, ich als kleines, schwaches Mädchen, und das shon 2 Male, tat ich mich nicht. Es war hier eh alles anders...und es schien, als hätte mein Mord an Harry viele beeindruckt.


Heilung: 10 + 1 (Verletzung am Arm) + 1 (Verletzung an der linken Schulter) + 1 (Verletzung im Gesicht) + 1 (Verletzung Unterarm) + 1 (verletzung rechte Schulter) =15




Zuletzt von Tia-Sky Turner am So Nov 13, 2011 12:46 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Bryanna Mason
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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Sa Aug 13, 2011 3:34 am

'Tia-Sky Turner' hat folgende Handlung ausgeführt: Würfel

'normaler Würfel' : 1

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Mo Aug 15, 2011 11:24 pm

Ehe ich mich verseh war das Mädchen aus Distrikt 2 einen Dolch,, ich sah nicht genau wo er hinfolg, da Äste und Blätter im Weg waren aber ich hörte und sah ihr auch an, dass er sein Ziel verfehlt hatte. Gleich der nächste flog hinterher und diesmal traff er, ein Schrei verriet es eben so, dass Tia vom Baum ein >>feiges Huhn<< herunterrief und einen Dolch anny in den Rücken donnerte, gerade als sie mit dem Schwert vor mir herumfuchtete und mir zuzischte, dass sie uns nicht zu sehen würde biss wir uns gegenseitig umbringen würden.

Diese Situation nutzte ich aus, als anny ihr Schwert wenige sekunden später ein Stückchen tiefer nahm. Ich packte ihre Oberarme und fuhr mit dem Fuß in ihre Kniekehle, dass sie umknicken ließ. dann drückte ich sie auf den Boden. Meine Hände rutschten auf ihre unterarme und ich drückte sie nach unten. Mit meinem rechten Bein sorgte auf ihrem Knie für Druck, sodass sie diese auch nicht bewegen konnte. "Du bringst andere wohl ohne mit der wimper zuzucken um, aber bei der Kleinen, die wehrlos dastand, dafür hast du keinen Mut oder tat sie dir einfach Leid oder erinnert dich an jemand?", fragte ich sie in dem selben Ton zurück. Einmal war es gut, dass man mit meine Stärke nicht sah und ich geübt hatte zu ringen.
Ich wollte ihr keine Schmerzen bereiten, indem ich sie mit einer Waffe verletzte also wartete ich einfach kurz auf ihre antwort ab, denn wehren konnte sie sich in meinem Eisengriff nicht.
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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Di Aug 16, 2011 12:46 am

20 Punkte
Als ich ein nicht gerade angenehmes Gefühl verspürte und mit meinem Oberkörper nach vorne zuckte, nachdem mich ein Dolch von dem kleinen Mädchen getroffen hatte, riss ich meine Augen einfach nur auf. Nicht… dachte ich für einen Moment etwas panisch und spürte das Blut laufen.
Erst später riss ich das Messer aus meinem Rücken, schmiss es weg, wurde aber im nächsten Moment auf den Boden gedrückt. Der Junge riss mit die Beine weg, nagelte mich sozusagen auf dem Boden der Lichtung fest.
Etwas hoffnungslos stemmte ich mich gegen sein Gewicht, kam aber trotzdem nicht dagegen an. Meine Muskeln spannten sich noch mehr an und ich hörte das, mir inzwischen vertraute, Klicken als die Metallkrallen aus meinen Handschuhen fuhren.
Als er begann zu sprechen funkelte ich ihn einfach nur wütend an. Hatte er recht? Erinnerte mich das kleine Mädchen wirklich an jemanden? Weiter wollte ich einfach nicht darüber nachdenken, es würde mir nicht weiterhelfen.
Ohne weiter auf seine Frage einzugehen, drehte ich für einen Moment meinen Kopf einfach weg um ihm nicht ins Gesicht sehen zu müssen.
Nach ein paar Augenblicken die ich schweigend und unter Anspannung verbracht hatte wandte ich meinen Kopf dann doch wieder etwas und starrte den Jungen schließlich mit meinen hellbraunen Augen an.
„Was ist mit dir? Warum tötest du sie nicht? Hast du vor mich zu quälen und dann so im Kapitol zu landen? Ich glaub kaum dass die solche Verletzungen noch behandeln können“, meinte ich dann und schluckte kurz. War da wirklich Ehrfurcht in meiner Stimme zu hören? Ehrlich gesagt bewunderte ich den Jungen über mir schon, dass er mit seinen Verätzungen noch stehen konnte.
Schnell presste ich meine Lippen aufeinander und bemühte mich darum keine weiteren Emotionen zu zeigen, während ich ihm in die Augen sah.
Vielleicht zum ersten Mal in der Arena fragte ich mich dann doch was andere Tribute in mir sahen. Wie jetzt. Sah er hier einfach nur eine gefühlskalte Karriero in mir?
Jetzt wieder wütend auf mich selbst und meine Gedanken verkrampfte ich mich dann doch und spürte wie ich mir selbst die Metallkrallen in meine Handfläche grub.
Ich hatte ihn womöglich unterschätzt, was mir jetzt zum Verhängnis werden würde. Aber würde er auch eine Waffe gegen mich oder dem Mädchen auf dem Baum richten?

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Di Aug 16, 2011 10:54 pm

Sie versuchte sich mit alle Kraft aus meinem Griff zu befreien, wendete sich, stemmte sich gegen mich aber es half ihr alles nichts.
Plötzlich gab es ein Klicken und ich sah auf ihre Hand, die Krallen ihres Handschuhes fuhren aus, waren aber nicht lang genug um mich zu verletzen. Und wie zu erwarten starrte sie mich finster an, als würde sie versuchen mich mit ihrem Blick zu durchbohren, doch dann sah sie aufeinmal weg. Man konnte sehen wie sie überlegte dann aber den Kopf leicht schüttelte und mir nun direkt in die Augen blickte.
Statt mir eine Antwort auf meine Frage zu geben, stellte sie eine Gegenfrage, warum ich Tia schon lange nicht getötet hätte.
"Eigentlich hatte ich dich zu erst gefragt, aber ich will mal nicht so sein und dir zuerst antworten. Bei uns gibt es sowas das heißt Vertrauen und Versprechen, und vorallem das zweite geht über Rache und Hass und Misstrauen. Wenn ich etwas versprechen dann halte ich das auch, auch wenn es für mich einen Haken hat. Aber den wusste ich dieses mal schon von Anfang an. Und nein, ich werde dich nicht quälen, sicher nicht. Die Spiele haben versucht uns zu ändern und es hat es bei uns allen geschafft, oder habe ich da Unrecht? Ich denke nicht, dass du kaltblütig bist, aber du wurdest dazu gemacht. Wie du schon meinst, meine Verletzungen werden wohl nie wieder rückgängig gemacht werden können aber wenigstens haben sie mich nur körperlich verändert. Ich werde dich wohl gleich loslassen und was du dann machst ist deine Wahl, dich töten werde ich nicht, wo wir wieder beim Punkt Versprechen sind. Alle würden es verstehen, auch wennes bedeutet, dass sie mich wohl nie wieder sehen können. Wichtig als gewinnen ist mir die Gewissheit, dass ich meine Versprechen nicht gebrochen habe."
Deutlich war zu sehen, das Annyca sich bemühte keine Emotionen zu zeigen, aber was in ihr vorging konnte ich einfach nicht sagen. Vielleicht beeindruckte sie das, vielleicht war sie genervt davon, vielleicht war sie auch einfach nur angeödet und hielt es für Blabla.
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Mi Aug 17, 2011 9:22 pm

Das Gewicht auf mir drückte mir beinahe die Luft aus der Lunge, aber immer mehr bekam ich das Gefühl dass der Junge über mir etwas anderes vorhatte als zu töten. Erst nach einem kleinen Augenblick verstand ich, dass er möglicherweise etwas viel Gewagteres tat. Aber vielleicht irrte ich mich. Als er begann zu sprechen starrte ich ihn weiterhin einfach nur an, bis seine Worte dann doch etwas in mir auslösten. Ich denke nicht, dass du kaltblütig bist, aber du wurdest dazu gemacht, wiederhallte es in meinem Kopf wie ein Echo. Die Spiele haben versucht uns zu ändern und es hat es bei uns allen geschafft… Etwas erschrocken schnappte ich nach Luft und in meinen Augen kam ein ganz anderer Schimmer dazu. Nicht mehr der, der mit Hass und Wut gekennzeichnet war, vielmehr drückte mein Blick jetzt Panik aus.
Mir wurde klar dass meine nächsten Worte beinahe gegen das Kapitol gerichtet waren, aber ich musste etwas sagen. Dieser Junge sprach das aus was ich mir verboten hatte auch nur zu denken.
„Was redest du da? Du darfst nicht so denken, es wird uns alle umbringen“, meine Worte waren nicht mehr als ein Windhauch und ich hoffte auch nur so für ihn verständlich. „Wenn ich nicht töte, wenn keiner von uns tötet wird es passieren. Es darf nicht wieder sein, niemals“, redete ich einfach weiter ohne auf den panischen Unterton in meiner Stimme zu achten. Ich wollte einfach nicht einsehen dass er vielleicht Recht hatte, besser gesagt ich durfte nicht.
„Wenn jeder so denken würde, wenn man sich weigern würde, es wäre wie vor 74 Jahren. Panem würde wieder ein Distrikt verlieren, ich lasse das nicht zu.“
Beinahe hektisch wandte ich meinen Kopf und betete dass die Kameras im Moment auf das Mädchen im Baum gerichtet waren. Ich biss mir auf die Lippe, so stark dass ich Blut schmeckte.
Nach ein paar Augenblicken wurden mir die Worte erst richtig bewusst.
Wieder schnappte ich nach Luft und sah den Jungen wieder an.
Ich versuchte meinen Blick wieder so gefühlskalt zu halten wie vorher und mich aus seinem Griff zu befreien. Das Kapitol, es durfte nie erfahren was ich hier gedacht, geschweige denn gesagt hatte.
„Ich wurde nicht so gemacht, ich war schon immer so!“, sagte ich dann mit fester Stimme, verdrängte den aufsteigenden Kloß in meinem Hals und versuchte die Lüge dahinter nicht durchkommen zu lassen.
„Jeder von uns hat hier Versprechen gegeben und jeder der gestorben ist hat sie gebrochen“, meinte ich und dann schaffte ich es meinen Arm ein kleines Stückchen zu bewegen. Es reichte um meine Metallkrallen in seine Seite zu bohren und ihn von mich herunter zu schubsen.
Keuchend rollte ich mich auf die Seite, stemmte dann meine Hand in den Erdboden und zwang mich dazu wieder aufzustehen.
„Nein“, zischte ich dann leise und ließ ein paar Haarsträhnen in mein Gesicht fallen als ich zu Boden sah.
Schließlich riss ich meinen Kopf wieder herum und starrte den Jungen an. Dass meine Knie zitterten und ich immer noch an seine Worte dachte schob ich in den Hintergrund.

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 18, 2011 1:13 am

Ich hörte keinen Schrei, als ich den Dolch nach unten gedonnert hatte. Komisch...hatte er vielleicht doch nicht getroffen oder hatte sie einfach zu viel Stolz um laut los zu schreien und zu zeigen, wie sehr weh es tat, wenn sich das spitze Metall ins Fleisch bohrte...
Vorsichtig schaute ich um die Blätter herum. Jair hatte Anny auf den Boden geworfen und hielt sie dort fest. Sie redeten mit einander...über mich, das Kapitol, über Veränderungen...
Und dann sprang Anny auf. Ich wusste nicht über was es die beiden genau hatten...aber ich wusste das ich ziemlich viel Angst um Phil hatte...er sollte nicht sterben! "Pass auf dich auf Phil", sagte ich jammernd vom Baum herab. Ich hatte einfach nur so unendliche Angst, dass sie ihm weh tat! Und doch, traute ich mich nicht von meinem Baum herunter!
Ich feiges Huhn!
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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 18, 2011 10:47 pm


Während ich meine klein Rede, wahrscheinlich meine "Abschlussrede" hielt, hielt sie ihren Blick starr auf mich gerichtet. Erreichten sie die Worte überhaupt? Ich war mir nicht sicher bei ihrem Blick, doch dann als ich ihr erzählte, dass ich nicht dachte, dass sie kaltblütig war und des es an der Arena lag schnappte sie nach Luft. Panisch blickte sie sich wie ertappt um, hatte sie nun Angst vor der Arena oder den Spielmachern die für alles zuständig waren? Im Gegensatz zu ihr hatte ich wohl keine Angst mehr. Nachdem was sie mir mit dem Nebel angetan hatten war es egal was sie nun mit mir anstellte. Meine Meinung zu äußern konnte nicht viel schlimmer sein. Sterben würde ich so oder so.
"Ich darf denken wie ich will, meine Gedanken sind das Einzigste was noch übrig ist, das konnte sie mir noch nicht nehmen", wisperte ich, "und du weißt genauso gut wie ich, dass ich sterben werde so oder so. Ob durch dich oder eine Aktion des Kapitols, was macht das für einen Unterschied?", flügte ich noch lautlos hinzu.
Mit Panik geschwängerter Stimme fuhr sie fort, erzählte, dass alles so werden würde wie vor 74 Jahren. Ich war mir da nicht so sicher. Sie sahen uns doch sterben, was wollten sie mehr? Da ich nicht wollte, dass sie vielleicht noch anfing deswegen zu hyperventilieren schwieg ich lieber.
Unsere Blicke kreuzten sich wieder und die Härte kam in ihre Augen zurück und als sie ernst meinte, dass wie schon immer so war, musste ich grinsen. Hoffentlich waren die Kameras oben in den Bäumen, irgendwie wollte ich, dass das Lächeln nur für sie war, wie ein geheimes Zeichen bei dem wohl weder sie noch ich genau wussten, was es bedeuten sollte außer, dass ich ihr nicht glaubte. "'türlich", schnaubte ich leise in mein Grinsen.
Ja da hatte sie recht, ich hatte das Versprechen gegenüber Tia gebrochen, dass alles gut werden würde, aber vielleicht ging es ja doch noch in erfüllung, auch wenn es für mich bedeuten würde, dass ich sterben müsste. In dem Gedanken leicht versunken musste ich wohl unbewusst den Griff gelockert haben und Anny schaffte es mir ihre Metallkrallen in die Seite zu bohren um mich von sich zu werfen. Der Schmerz zog sich durch den ganzen Körper, sie hatte eine Stelle ohne Haut erwischt, Autsch! Aber ich war mir sicher, dass es nicht so heftig war, wie sie es vielleicht als ja soo kaltblütige Kämpferin getan hätte.
Während ich noch halb auf dem Boden saß, stand das Mädchen aus dem 2. Distrikt schon wieder auf den Füßen, auch wenn ihr eigener Schmerz und ihre Erschöpfung anzusehen waren.
Sie ließ mich immer noch nicht aus den Augen und wie ein Kampf mit Blicken gab es gerade nur uns zwei. Nicht einmal Tias Zwischenruf, ich solle auf mich aufpassen bekamm ich richtig mit.
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Do Aug 18, 2011 11:14 pm

Meine Hand wanderte langsam zu einem der Dolche an meinem Gürtel. Auch wenn dieser Junge das aussprach was ich dachte konnte ich ihn dennoch nicht verschonen. Nicht einmal mehr ignorieren konnte ich ihn.
Eigentlich hätte ich laut darüber geflucht dass ich einen Moment so gedacht hatte wie ich niemals denken wollte, aber ich biss mir nur auf die Lippe und hielt seinem Blick stand.
Er glaubte mir nicht.
Ich wusste im ersten Moment nicht wie ich das Grinsen des Jungen auffangen sollte, aber letzendlich siegte etwas in mir, was ich bisher verdrängt hatte.
Ein kleines Grinsen stahl sich auf meine Lippen, verschwand aber nach ein paar Sekunden sofort wieder. Beinahe etwas geschockt riss ich den Dolch aus meinem Gürtel.
Ich musste nur noch zwei Menschen töten. Zwei, danach nie wieder.
Angespannt konzentrierte ich mich auf meinen Atem.
"Soll ich dir die Schmerzen nehmen?", fragte ich leise und wusste nur zu gut, dass hinter diesen Worten mehr stand als sein Todesurteil. Was ich eigentlich meinte war wohl, dass ich ihn etwas geben wollte was er verdient hatte. Dafür dass er meine Gedanken aussprach und versuchte er selbst zu bleiben. Irgendwie wollte ich ihm die Qualen des Kapitols nicht zumuten.
Vorsichtig trat ich einen Schritt auf ihn zu und hielt ihm meine Hand hin. Würde er sie annehmen und aufstehen oder hatte er doch vor mich zu töten?

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Fr Aug 19, 2011 12:12 am

Kaum zu glauben, sie hatte mein grinsen erwiedert, auch wenn es nur einen Bruchteil so lang war die das meine, aber sie hatte es getan. Oder fing jetzt an der Nebel in meinem Gehirn zu wirken? Nein das konnte nicht sein..Bitte!!
In dem Moment, in dem sie den Dolch aus ihrem Gürtel zog fing mein Puls an zu rasen. Das Blut wallte durch meinen Körper, die Wunden naja es war eigentlich eine riesige fast körperübergreifende Wunde pochte. Mir wurde schwindelig. Sollte ich es wirklich tun? Sämtliche Häärchen stellen sich auf, meine Pupillen wurden größer. Je länger meine Gedanken in meinem Kopf herumtaumelden um so mehr brach ich in kalten Schweiß aus, der brannte, warum musste der Körper auch Salzwasser produzieren?? Nun spielte mein Kreislauf mir auch noch streiche, warum machte sich gerade jetzt der Wasserentzug bemerkbar vorallem im Sitzen?
Im Gegensatz zu mir ging Annycas Atem ruhig und sie sah mich an. Sie wollte mir meine Schmerzen nehmen. Sie wollte, dass ich gehen konnte bevor mir das Kapitol noch weiteres antun konnte, bevor Tia es machten musste oder vielleicht auch bevor ich es mir anderst überlegen könnte und sie umbringen.
"Bevor ich dir die Hand gebe muss ich noch was wissen. Ich hatte Recht oder?", damit bezog ich mich auf ihre Kühlheit und das kaltherzige, "und wie sehr willst du nach Hause?" Meine Stimme während dieser Sätze war nicht mehr als ein Windhauch und ich dach sie eindringlich an.
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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Fr Aug 19, 2011 12:24 am

Für einen Moment zögerte ich dann doch wieder und ließ meine Hand sinken.
Anscheinend lag dem Jungen hier doch etwas an meiner Antwort. Vielleicht wollte er sich einfach nur beweisen dass er Recht hatte.
Ich schluckte einmal und zwang mich dazu die Ruhe in meiner Stimme zu bewahren. Ihm allerdings schien es nicht zu gelingen, jedenfalls sah es für mich einen Moment so aus als wäre er den Schmerzen und den Verätzungen des Nebels unterlegen.
"Vielleicht", fing ich leise an und stockte noch ein bisschen, ehe ich dann doch kaum merklich nickte. Trotzdem sprach ich nur leise weiter. "Ja, ja du hattest Recht. Und ich will nach Hause. Sehr sogar. Vielleicht kannst du dir vorstellen wie sehr, aber ich hoffe einfach nur dass es für mich dann noch ein Zuhause gibt", gab ich dann zu. Ich drehte meinen Kopf kurz weg und starrte einfach nur in den Himmel um die aufsteigenden Tränen wieder zu unterdrücken. Wenn ich ehrlich war hatte ich dann doch ein wenig Angst davor wie es wäre nach Hause zu kommen. Bestimmt wäre einiges anders, vielleicht aber auch nicht. Außerdem musste ich noch ein Versprechen einhalten und mich an Jenen rächen die Schuld daran waren dass ich jetzt hier stand. Aber was waren schon Versprechen.
Dann streckte ich meine Hand langsam wieder aus und sah den Jungen wieder an. Inzwischen konnte ich wieder klar sehen und meine Sicht war nicht mehr von einem Tränenschleier durchzogen.
"Wie sehr willst du nach Hause?", fragte ich dann noch.

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Jair Kraal

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Fr Aug 19, 2011 12:45 am

Zögernd ließ sie ihre Hand sinken, wollte sie mir nicht mehr helfen?Wollte sie mich einfach so dem Kapitol ausliefern? Ich war leichte Beute, vielleicht zu leicht. Aber ich traute ihr nicht zu, dass sie ein Spiel mit mir trieb und womöglich mich noch zwingen würde Tia umzubringen.
Doch nun schluckte sie wieder, die Fragen hatten sie getroffen, was mit schon zeigte, dass sie nicht kaltblütig war.
Nach einer kurzen Pause gab sie erst ein 'Vielleicht' von sich, dann nickte sie und sprach weiter, davon, dass sich Recht hatte und davon wie sehr sie nach Hause wollte, auch wenn sie nicht wusste was dort auf sie zu kommen würde. Was würde ihre Familie sagen? Zum einen teil war sie bestimmt froh, aber gaben sie eltern ihres distriktpartners vielleicht die Schuld an seinem Tod? Würden dich die Leute vor ihr ekeln, da blut an ihren händen klebte?
Stumm drehte sie ihren Kopf von mir in Richtung Himmel, vielleicht meinte sie so könnte ich ihre aufkommenden Tränen nicht sehen, aber ich sah sie trotzdem. Die Zuschauer wollten sowas bestimmt nicht sehen, sie waren auf Action, Kampf, blut und Grausamkeiten aus. Es wäre ihnen wohl lieber geweissen, dass wir uns im Schlamm herumwälzten wie sie und das blonde Mädchen vorhin.
Als ihre Tränendamm wieder zurück gegangen war streckte sie mir die Hand wieder hin. Ich sollte das Angebot annehmen, das wusste ich aber irgendetwas fehlte noch bevor ich loslassen konnte. Nun setzte sie noch eine Frage hinterher, wie sehr ich nach Hause wollte. Was sollte ich sagen? Die Wahrheit, dass sie vielleicht noch Mitleid mit mir bekam? Oder sollte ich lügen damit sie kein allzu schlechtes Gewissen haben würde mich zu töten?
Langsam atmete ich tief durch, einmal, zweimal, dreimal. "Mindestens so sehr wie du", ein leichtes Lädcheln umspielte meinen Mund und ich dachte für einen Moment ann zu Hause, es war als wäre es wirklich alles vor mir, meine eltern, unser Hof und der Marktstand. Sie winkten mir zu und lächelten. Fest enschlossen schüttelte ich den Kopf. "Ich sollte den Hof und alles übernehmen, aber wird wohl nichts." Am liebsten hätte ich geweint, selbst ich als Mann, und gleichzeitig aufgelacht.
Mit diesem Zwiespalt packte ich Annys Hand und rappelte mich auf. "Ich würde gerne noch ein paar worte an Tia wenden und dann bin ich bereit." Fast hätte ich sie umarmt, aber nein meine gedanken und Gefühle waren ein Chaos, sie irrten überall herum und fanden einfach nicht die richtige Anschlussstelle.
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Fr Aug 19, 2011 12:58 am

Stumm beobachtete ich die Gesichtsregungen des Jungen und schloss nichts weiter daraus als dass er ebenfalls einfach nur hier weg wollte. Vielleicht war da ja doch noch etwas anderes, aber ich konnte nicht feststellen was.
Als er schließlich lächelte und dann meine Hand nahm und aufstand nickte ich nur kurz, konnte dann aber doch ein kleines Lächeln nicht vermeiden. Was los war, weshalb ich lächelte obwohl ich ihn gleich töten musste wusste ich nicht.
Langsam sah ich auf meinen Arm und mein umschlossenes Handgelenk, bis ich vorsichtig seine Hand losließ.
"Man ist nie wirklich bereit zu sterben, aber tu, was du willst", sagte ich leise und sah immer noch nicht in sein Gesicht.
Schließlich wandte ich mich ruckartig ab und lief wieder auf das Füllhorn zu. Meine Schritte federten auf dem Waldboden und hatten doch etwas Hartes in sich. Wahrscheinlich war es die Gewissheit gleich wieder einen Menschen auf dem Gewissen zu haben.
Im Laufen bückte ich mich um mein bronzenes Schwert aufzuheben, bis ich dann flink das metallene Horn hinaufkletterte und mich auf der Spitze niederieß.
Ein Windhauch wehte mir ins Gesicht und ein paar Haarsträhnen vor die Augen.
Dass das Ende so kommen würde konnte ich nicht ahnen. Und auf einmal fing es in mir an sich zu erinnern. Alles was ich bisher in den Hintergrund geschoben hatte um mich nicht wieder daran zu erinnern kam wieder hervor.
Mühsam schluckte ich schwer und schloss meine Augen. Warum jetzt?
In rasender Geschwindigkeit schossen die Bilder der einzelnen Tribute durch meinen Kopf die ich hatte sterben sehen. Mir viel auf, dass ich genau das kurz bevor ich starb erwartet hätte.
Tief ausatmend öffnete ich wieder meine Augen und fischte den geschnitzten Holzaffen von Brix aus meinem Lederbeutel.
Nachdenklich drehte ich ihn zwischen meinen Fingern und versuchte einen klaren Kopf zu kriegen. Außer dem dumpfen, lauten Herzschlag in mir glaubte ich im Moment nichts zu spüren.

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Annyca Sescon
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Quinn Coock

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Mi Aug 31, 2011 9:08 pm

Hoch vom Baum aus, verfolgte ich das geschehen so gut es ging. Ganz wie es schien, wollte Anny, Phils Leben ein schnelles Ende bereiten und er ging darauf ein. NEIN!!! Das durfte nicht sein. er hatte mir versprochen das alles wieder gut werden würde...das er und ich vielleicht sogar zusammen gewinnen konnten. Mein Denken ging nict darüber hinaus. Ich realisierte gar nicht mehr das es nur einen Gewinner geben konnte...
Ich spürte etwas nasses im Gesicht und bemerkte erst später das mir Tränen übers Gesicht liefen. "DU HAST VERSPROCHEN DAS ALLES WIEDER GUT WIRD", brüllte ich mit brüchiger Stimme nach unten, nachdem ich vernahm das Phil noch mit mir reden wollte. "DU HAST GELOGEN!!! IN ALLEM HAST DU GELOGEN"! Wild schluchzend klammerte ich mich an den Baumstamm als wäre er mein Rettungsring der mich hier rauß holen würde. Ich wollte hier weg...zu meiner Schwester und meinem Vater. Ich hatte es doch versprochen nach Hause zu kommen.
Ich hielt es noch nicht einmal für nötig vom Baum herunter zu kommen. Phil hatte das Vertrauen so missbraucht, ER glaubte doch sowieso das ich eine brutale Mörderin war.
Diese Erkenntniss lies mich nur noch mehr vor Schluchzern schütteln.
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Sa Okt 01, 2011 9:21 pm

--> push.. Jair?

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Annyca Sescon
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Sa Nov 05, 2011 7:33 pm

Ein wenig ungeduldig steckte ich die kleine Erinnerung zurück in den Beutel und verschloss ihn gut. Hier zählte nichts, nur die Stärke und die Kraft. So sehr ich es mir auch einredete, es funktionierte nicht wirklich, aber etwas anderes konnte ich gar nicht zulassen, durfte ich nicht.
Langsam entwirrte ich meine Beine aus dem Schneidersitz und stand auf.
Einen kurzen Moment sah ich noch geradeaus auf den Horizont, drehte mich dann aber um und starrte zu dem kleinen Mädchen auf dem Baum und dem Jungen darunter. Er hieß Phil.
Und ganz sicher würde ich seinen Namen nicht vergessen, schließlich hatte er es am Ende geschafft ein Gefühl der Reue auszulösen. Natürlich, es machte mich wütend, jeden Karriero würde es wütend machen, aber irgendwie hatte er auch recht.
Ich legte meinen Kopf ein wenig schief und sah dann zu dem Mädchen aus Distrikt 10. Es war seltsam sie hier noch am Ende zu sehen. Eigentlich hatte ich erwartet einem Karriero oder einem anderen starken Gegner gegenüber zu stehen, aber anscheinend war es nicht so.
Wobei ich Tia auch nicht unterschätzen sollte.
Letzlich sprang ich leichtfüßig vom Füllhorn, federte weich ab und landete in der Hocke.
Meine Schritte danach waren nur leise auf dem Waldboden hörbar.
Ein wenig Abstand behielt ich noch und lehnte mich an den nächsten Baum zu den Beiden.
"Hier kann man so gut wie nicht versprechen!", zischte ich und funkelte das Mädchen an. Ihr Wille, dass alles gut sein sollte reizte mich immer mehr. Ewig wollte ich hier auch nicht auf die nächste Bedrohung warten, der Nebel war schon schlimm genug. Man brauchte nur zu Phil sehen.

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Annyca Sescon
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Quinn Coock

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Sa Nov 05, 2011 8:42 pm

Jair antwortete mir nicht. Das gab mir recht in meiner Vermutung das er alles nur gesagt hatte, um mich nicht weiter zu beunruhigen. Aber war das so klug gewesen?? Nun stürzten all meine Wünsche und Hoffnungen ein wie ein Kartenhaus und wild heulend stand ich auf dem Ast, klammerte mich an den Stamm und wollte hier einfach nur noch weg. Ich bemerkte noch nicht einmal, dass Anny vom Füllhorn heruntergehüpft war und sich nun Richtung Baum bewegte. Erst ihre Stimme lies mich aufhorchen. Man konnte ihren Unmut gegen mich deutlich in ihren Augen ablesen. Sogar auf diese Entfernung. Ich hatte sie mit irgendetwas in Rage gebracht..
"DU HAST KEINE AHNUNG", schrie ich ihr entgegen und und deutete wild mit dem Finger auf sie. "VERSCHWINDE...hau AB"!!!
Als es plötzlich knackte, meinte ich ich hörte nicht richtig doch keine Sekunde später brach der Ast in der Mitte durch und ich fiel ein paar Meter auf den Boden. Der Schmerz der nun in meinen Rücken fuhr, lies meinen Heulanfall nicht besser werden und so blieb ich einfach liegen, schnappte wild nach Luft und wimmerte vor mich hin.
Was war das nur für ein schrecklicher Ort??
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Annyca Sescon

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BeitragThema: Re: Das Füllhorn (auf der Frühlingsebene)   Sa Nov 05, 2011 9:07 pm

Im ersten Moment sah ich nur zu, wie die Kleine den Baum hinunterstürzte, fing dann aber doch an zu handeln. Phil schien im Moment andere Probleme zu haben als uns zwei.
Ich stieß mich von dem Baum hinter mir ab, meine Füße flogen geradezu über den Boden und blieben schlitternd vor dem Mädchen stehen.
Sekunden später drückte ich ihre Arme auf den Boden und setzte mich auf ihre Beine, damit sie nicht aufstehen konnte.
"Das glaubst du!", fauchte ich bedrohlich und bezog das auf ihr 'Du hast ja keine Ahnung'. Nur weil ich eine Karriero war hieß das noch lange nicht, dass ich von solchen Dingen keine Ahnung hatte.
Ich konnte nichts daran ändern, dass meine Augen immer noch wütend funkelten. Wenn man das so sagen konnte, mein Linkes war immer noch von einem hellen Grau und die Narben waren ja auch nicht weg. Tief sog ich die Luft ein und ließ ein paar Haarsträhnen in mein Gesicht fallen, ehe ich schließlich Einen der Dolche aus meinem Gürtel zog. "Hier ist Ende für dich", meinte ich dann noch kalt und ignorierte die drohenden Gedanken in meinem Kopf.

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Annyca Sescon
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