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 Es geht immer Schlimmer ...

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Finley Weston

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Sep 21, 2012 2:13 am

Rana:

Unsere Mutter erzählte geduldig und beantwortete mir all meine Zwischenfragen. Mama holte gerade Luft als die Tür sich öffnete. Herein kamen zwei Friedenswächter. Der eine hatte eine aufgeplatzte Lippe, der andere hielt seinen Arm in einem komischen Winkel. Die Uniformen beider waren blutverschmiert - bei der einen fiel es kaum auf, bei der anderen war es deutlich. Wie sie hier rauf gekommen waren ohne aufgehalten zu werden wusste ich nicht.
Beide sahen ziemlich fertig und auch traurig aus. Der Typ mit der aufgeplatzten Lippe lief ohne ein Wort zu Mama und setzte sich neben sie auf die Couch. Er schwieg, während Mum ihn ungeduldig ansah. Wie lange hatte Mum erzählt? Eine halbe, dreiviertel Stunde vielleicht?

Schließlich schüttelte der Mann kaum merklich den Kopf.
"Es tut mir leid.", sagte er dann. "Es gab Verluste - auf beiden Seiten." Er schwieg, schüttelte unaufhörlich mit dem Kopf. "Wir hatten bereits den Rückzug angetreten als ... er ... wir ...". Der Mann schloss kurz die Augen, ehe er sie wieder aufschlug und Mum fest ansah. "Nummer 3145."

Was war das für eine Nummer? Eine Telefonnummer? Ein Zugangscode? Das es sich hier um die Nummer der Zelle handelte hätte sich mir nie erschlossen.

Der Mann im Hintergrund mit dem komischen Arm räusperte sich, worauf die dicke Lippe uns kurz einen Blick zuwarf, dann wieder zu Mum sah und sagte "Er ... es ...". Dann schlug er einen sachlichen Ton an und senkte die Stimme so, dass wir ihn nicht mehr verstanden. "Soweit man sehen kann mindestens ein paar ordentlich Prellungen, Rippenbrüche, irgendwas mit der Hand weil sein Handgelenk ist wahnsinnig geschw ... ähm ... eine Platzwunde, Schürfwunden, zwei Schussverletzungen und Giftpfeile. Er sieht übel aus und muss dringend versorgt werden. Wir hatten nicht mehr genug Mann. Wir wollten ihn holen, haben dabei zwei Männer durch Schüsse verloren ..."

Das Gemurmel konnte ich nicht verstehen aber das Reden schien der dicken Lippe schwer zu fallen, denn er verstummte ...
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Peshewa Anobis

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Sep 21, 2012 2:31 am

Pesh:

Ich fuhr herum, als sich die Tür öffnete. Aber anstatt von Fin, kamen zwei blutverschmierte Friedenswächter herein.
Erschrocken starrte ich die beiden an. Sie sahen beide ziemlich mit genommen aus. Aber auf welcher Seite sie gekämpft hatten, konnte ich nicht mehr sagen. Wobei sie scheinbar auf unserer Seite standen, sonst wären sie nicht hier herein gekommen. Nicht bei unserer Bewachung.

"Fin?", hauchte ich leise, als sich der eine Friedenswächter naben mir auf das Sofa fallen ließ.
Ich schüttelte leicht den Kopf. Denn ich sah die Antwort schon in seinem betrübten Gesicht. Die Antwort, das etwas schief gelaufen war.
"Es tut mir leid. Es hat Verluste gegeben -" erklärte er.
Wild schüttelte ich den Kopf. Nein! Nein, das konnte nicht sein. Fin durfte nicht gefallen sein. Ich wüsste es, wenn er tot wäre. Das war zwar ein ziemliches Klischee aber es hatte damals bei Haykan auch gestimmt. Damlas hatte ich es gewusst, dass er tot war, noch bevor sie es mir mit geteilt hatten.
Aber Fin durfte nicht tot sein. Ich hätte nicht gehen dürfen.
Stumm liefen mir die Tränen über die Wange und ich bekam die nächsten Worte nur am Rande mit.

"Nummer 3145."
"Soweit man sehen kann mindestens ein paar ordentlich Prellungen, Rippenbrüche ..."

"Er lebt?", unterbrach ich den Friedenswächter schnell. Seine Sätze deuteten zumindest darauf hin.
Der Mann nickte.
Ohne es zu wollen, lachte ich erleichtert auf. Scheinbar war Fin gefangen genommen worden. Das war übel. Aber zumindest lebte er. Auch wenn wir nun etwas neues uns einfallen lassen müssten um auch ihn zu retten.
"Wir müssen ihn da raus holen", murmelte ich mehr zu mir selbst, als zu irgendwem sonst.

"Nein, erst müssen wir die Kinder und Sie in Sicherheit bringen", meinte der mit der geschwollenen Lippe.
Doch ich unterbrach ihn: "Die Kinder ja, aber ich werde meinen Mann nicht einfach so im Gefängnis lassen."

"Mum?", fragend und mit großen Augen sah Kimi zwischen mir und den wächtern hin und her. "Was ist los?"

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Finley Weston

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Sep 21, 2012 1:29 pm

Friedenswächter:

Mrs. Weston schien tatsächlich erfreut, das ihr Mann noch lebte. Anscheinend hatte ich mich nicht genau ausgedrückt; es wäre nur eine Frage der Zeit, bis er seinen Verletzungen erläge. Er würde wohl kaum die medizinische Versorgung erhalten die er so dringend brauchte, und schon gar nicht zeitnah.
Allerdings entschied ich mich, dass es klüger wäre, sie nicht darauf hinzuweisen.
Der Schock, der sich anfangs abzuzeichnen drohte, schien die Frau erfolgreich zu verdrängen - auch wenn sie dennoch sehr erschüttert war.
"Mit Verlaub, Mam, Sie können ihm da wo er jetzt ist nicht helfen. Kümmern Sie sich darum, dass Sie und die Kinder in Sicherheit sind. Das war stets seine oberste Priorität. Wir kümmern uns um den Rest und werden Sie stets auf dem Laufenden halten."
Doch nach alldem, was ich bisher gehört hatte, würde sie wohl nicht auf den Vorschlag eingehen. Sollte Peshewa oder den Kindern etwas zustoßend und Finley Weston wider Erwartens durchkommen würde er uns das Leben zur Hölle machen ...


Finley:

Ich hing mit den Armen an Schlingen. Mein ganzes Gewicht schien an meinen Handgelenken zu hängen. Mein ganzer Körper war taub, doch es war ein unangenehmes Taubheitsgefühl. Nur an meiner Schulter und meinem Oberschenkel spürte ich etwas, konnte das Gefühl allerdings nicht definieren.
Plötzlich war es, als hätte man mich mit einem Schlag zum Leben erweckt und ich schlug erschrocken mit entsetzt geweiteten Augen die Lider auf. Mein Körper war nicht mehr gefühllos - jetzt war da überall Schmerz. Vor mir sah ich Umrisse. Menschen. Doch ich konnte keine klaren Konturen erkennen.
Hilflos versuchte ich, mich zu bewegen, doch es gelang nicht. Meine Beinen schienen irgendwo befestigt ... Ich hörte metallisches Klicken ... spürte Schmerzen ... unglaubliche Schmerzen ... Ich wollte Schreien, doch es ging nicht ... Wo war Pesh? ... mühsam versuchte ich, Details zu erkennen ... war sie hier? ... folterte man sie? ... Wo waren die Kinder? ... Meine Frau ... meine Familie ... Wieder Schmerzen ... unendlich starke Schmerzen ... bis ich das Bewusstsein verlor ...

Es war, als wäre mein Kopf in Watte gepackt und jemand würde mir die Ohren zuhalten. Von fern hörte ich Geräusche, aus der Nähe eine leise Stimme. Doch ich verstand nicht, was sie zu mir sagte. Jede Faser meines Körpers brannte vor Schmerz, mir war übel und meine Glieder schienen bleischwer.
"... Mr. Weston ... Sie mich? ... Mr. Weston? ... ... Ah, jetzt ... Mr. Weston?" Die Stimme klang weit entfernt, doch es war nur ein Flüstern weshalb sie ganz in der Nähe sein musste. Die Stimme war mir fremd. Ich wollte die Augen öffnen und sehen, mit wem ich es zu tun hatte, doch es gelang mir nicht. Der brennende Schmerz schien sich noch zu verstärken und mir entfuhr ein Stöhnen. Noch nie hatte ich solche Schmerzen verspürt.
"Ich weiß, ich weiß ...", beschwichtigte die Stimme. "Mr. Weston, es ist wichtig, dass Sie mir zuhören." Einen Augenblick herrschte Ruhe. "Ich bin Dr. Greenbush. Wir haben uns schon einmal gesehen, doch Sie kennen mich nicht. Caius lässt mich ausrichten, dass Sie sich keine Sorgen machen sollen und es sowohl Ihrer Frau als auch Ihren Kindern gut geht." Ohne das ich mich bewegen oder artikulieren könnte rannen heiße Tränen aus meinen Augen und ich stöhnte abermals. Diese Schmerzen ... ich konnte nicht klar denken ... Pesh ... Meine Frau ... Unsere Kinder ...
"Ich soll Ihnen sagen, dass weder Ihre Frau noch Ihre Kinder aus den Augen gelassen werden ... Erinnern Sie sich daran, was passiert ist? ... Sie wurden angegriffen. Man hat Sie übel zugerichtet ehe man auf Sie geschossen und schließlich mit Giftpfeilen außer Gefecht gesetzt hat. Sie müssten tot sein ... Danach hat man sie ... bestraft ... mehrfach ... Keine Ahnung wie Sie es bis hierher schaffen konnten ... Meine Aufgabe ist es ab jetzt, Sie am Leben zu halten. Behandeln darf ich Sie nicht, nur am Leben halten." Klang er tatsächlich betrübt?
"Wie gesagt, Sie kennen mich nicht, doch ich stehe auf Ihrer Seite. Gerade habe ich Ihnen ein Mittel verabreicht, weshalb Sie mich hören können. Allerdings können Sie sich nicht bewegen. Das ist normal. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen." Der Mann schwieg kurz, während er etwas lauter ein paar Begriffe vor sich hin murmelte, die ich nicht verstand. Dann hörte ich wieder sein Flüstern an meinem Ohr. "Wir arbeiten daran, Sie hier raus zu holen... Sie müssen starke Schmerzen haben. Ich kann Ihnen nichts dagegen geben ..." Konnte er nicht oder wollte er nicht? Wer war er? Träumte ich?
"Halten Sie durch! Ich muss ... " Dann hörte ich von weiter weg eine Stimme. "Nein, ich glaube nicht, dass er ..." fing der Arzt in lautem Ton an, wurde allerdings unterbrochen. Dann sagte er wieder etwas, allerdings verstand ich auch das nicht. Es war, als hätte man meinen Kopf unter Wasser gedrückt. In meinen Ohren rauschte es und mein Körper verbrannte...


Rana:

Kimi fragte, was los sei. Das würde mich allerdings auch einmal interessieren.
"Mum?", hakte ich nach. Der Friedenswächter stand auf, entschuldigte sich und ging mit seinem blutverschmierten Kollegen nach draußen. Ich warf Kimi einen Seitenblick zu. Sollten Mum und Dad das wirklich alles inszenieren, nur um uns auszutricksen? Mum wirkte fast wahnsinnig - erst erschüttert, dann lachte sie, dann wirkte sie grimmig und entschlossen.
Was wurde hier gespielt?
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Peshewa Anobis

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 12:08 am

Pesh:

"Glauben Sie wirklich, ich würde meinen Mann im Stich lassen?", entgegnete ich kühl. Fin wäre vermutlich zwar dafür, aber ich würde ihn sicher nicht im Gefängnis verrotten lassen, während wir fliehen würden. Ich hatte ihn schon in den Gängen allein gelassen und bereute es zu tiefst. Selbst wenn meine Vernunft mir sagte, dass es nichts geändert hätte und wir womöglich beide im Gefängnis sitzen würden, wenn ich geblieben wäre. Aber die Vernunft war nichts gegen die Gefühle und ich fühlte mich, als hätte ich ihn dort unten im Stich gelassen.
Ich sah von dem Friedenswächter zu meinen Kindern. Ein Kloss bildete sich in meinem Hals, doch für ihre Sicherheit würde gesorgt werden. Der Plan war fast schon Deppensicher. Wir hatten genug auf unserer Seite um das durchziehen zu können. Und wie Fin gesagt hatte, es könnte auch ohne uns laufen. Falls wir untertauchen müssten oder schlimmeres.
"Und meine oberste Priorität ist es, meine Familie bei mir zu haben. Also halten Sie sich bitte an ihre Aufgabe, es ist noch viel zu tun, bevor der Starttag für die Hungerspiele ist. Falls sie neue Informationen zu Fin haben, halten Sie mich bitte auf dem Laufenden, aber ich habe schon einen Plan", erklärte ich. Ja den Stursinn hatte Kimi wohl wirklich von mir. Aber ich würde Fin garantiert nicht hängen lassen.

Als die Freidenswächter endlich aufstanden und verschwanden, atmete ich etwas erleichtert aus. Sank aber wieder in mich zusammen, als mir die Worte des Mannes erst wirklich bewusst wurden.
Es hatte Verluste gegeben - Menschen, Männer und Frauen, die daheim vielleicht eine Familie und Kinder hatten, waren gestorben und wozu? Damit Swell seinen persönlichen Rachefeldzug weiter führen konnte? Ihm waren Menschenleben noch nie wichtig gewesen, aber dass er so weit gehen würde, hatte ich nicht gedacht.
Fin war verletzt und gefangen genommen worden - Was wenn ich es nicht schaffte, ihn raus zu holen? Wenn sie ihn foltern und womöglich töten würden? Könnten sie das überhaupt so kurz vor den Spielen?

Ich schluckte die Tränen hinunter. Es war nicht die Zeit um sich so eine Schwäche leisten zu können. Ich musste stark sein für Fin und unsere Kinder. Kimi und Rana, die mich fragend ansahen.
"Ihr habt es ja gehört. Euer Vater ist verhaftet -" Wobei es dieses Wort nicht ganz traf. Schließlich gab es wohl kaum etwas, was man ihm vorwerfen könnte. Wenn man von unserem Fluchtplan konkreteres wüsste, wären wohl schon einige andere Verbündete ebenfalls verhaftet worden - was wir mit bekommen hätten - oder zumindest hätte man versucht auch mich zu bekommen. Also verbesserte ich mich: "-entführt worden. Und er wird vermutlich auf Geheiß von Swell fest gehalten."
Ich stieß ein leises Stöhnen aus, als mir ein Stich durch die Brust schoss. Bemühte mcih dann aber, doch meine Kinder wieder etwas aufbauend an zu lächeln. Sie wirkten noch immer verwirrt und skeptisch. "Wir haben euch heute morgen erklärt, wie der Plan ist. Der halbe Untergrund und ein kleiner Antweil an Friedenswächtern ist mit der Aufgabe vertraut, euch da raus zu holen, bevor ihr in die Arena müsst. Und das war verdammt noch mal die Wahrheit. Ihr müsst mir vertrauen - uns vertrauen. Swell will diese Familie zerstören und auslöschen. So zusagen, seit ihr momentan hier sogar noch am sichersten fürs erste. Weil er nicht einfach so zwei Tribute töten oder verschwinden lassen kann. Und nachher werdet ihr von einer ganzen Horde Friedenswächtern begleitet werden -" Als ich Kimis missmutigen Blick sah, lächelte ich ihr schwach zu. Sie konnte die Männer in weiß genau so wenig leiden, wie ich. "Ich weiß, Schatz, aber diese Männer würden jeder von ihnen sein Leben geben, damit ihr in Sicherheit gebracht würdet." Wie wir das geschafft hatten, war mir nach wie vor ein Rätsel. Aber es lag Veränderung in der Luft und vielleicht wäre die Rettung der beiden nur der erste Funke, bevor wir das Kapitol und seine Gesetze stürzen könnten.
"Also könntet ihr bitte eure Pläne für eine Flucht aufgeben? Ich zweifle nicht einmal daran, dass es klappen könnte." Rana und Kimi waren schlau, vermutlich hatten sie einen guten Plan. "Aber es würde so viel mehr auf euch zu kommen, als 'bloß' das Entkommen aus dem Trainingscenter. Und wenn ihr plötzlich verschwinden würdet -" Meine Stimme brach, bei der Vorstellung. Was wäre, wenn sie auch verschwanden und ich keine Ahnung davon hatte, wo sie wären, ob sie noch frei waren oder Swell oder das Kapitol sie in die Fingern bekommen hatte. Dass man Fin in dem Fall sofort töten würde ...

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 12:30 am

Rana:

Ich lauschte Mum und sagte nichts. Gar nichts. Ich dachte auch nicht viel und meine Gefühle waren stumpf. Doch als Mum schließlich stockte, als müsste sie Tränen zurück halten, blickte ich zu Kimi. Mein Blick war fordernd. Sollte sie sich darum kümmern. Immerhin war sie so bockig gewesen - und ich mit meiner Zimtschnecke beschäftigt.

Dad war also - verhaftet? - entführt?
Woher wusste Mum davon, dass wir noch immer fliehen wollten? Die Friedenswächter wussten nur, dass wir den Tag hatten entspannen wollen ...
Kimi rührte sich allerdings nicht, Mum hatte aber auch gerade erst inne gehalten.

"Ich mag diesen Swell nicht", meinte ich schließlich nüchtern. Zwar kannte ich ihn nicht und unsere Eltern hatten uns stets gelehrt die Menschen erst kennen zu lernen und uns ein eigenes Bild von ihnen zu machen ehe man sie vorschnell vorurteilte, sich eine Meinung bildete oder sie in Schubladen steckte - aber diesen Swell wollte ich gar nicht kennen lernen. Wirklich nicht. Der schien ein übler Zeitgenosse zu sein.
Genüsslich leckte ich mir die Finger ab, einen nach dem anderen, denn sie waren vom Zuckerguss der eben vertilgten Zimtschnecke ganz verklebt.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 12:41 am

Kimi:

Mama stieß ein Geräusch aus, das wohl eine Mischung aus Schluchzen und Lachen war, als Rana meinte, er könnte diesen Swell nicht ausstehen.
Ich senkte meinen Blick und starrte lieber auf meine angezogenen Beine hinab. Ich hasste es wenn Mama weinte, was nicht oft vor kam. Eine kleine Stimme in mir beschuldigte mich, dass ich daran schuld war und sie trösten sollte, aber ich unterdrückte die Stimme. Im Moment wusste ich nicht, was ich glauben sollte. Einerseits hatten die Friedenswächter sehr überzeugend gewirkt. Und auch Pesh Reaktion darauf. Ich glaubte nicht, dass das nur geschauspielert sein könnte. Aber andererseits, vielleicht war es nur eine neue Idee von ihnen um uns von der Flucht ab zu halten.
Etwas störrisch presste ich die Lippen zusammen und versuchte nicht auf Mama zu achten, der stumm die Tränen über die Wangen liefen und noch weiter beteuerte, dass wir ihr vertrauen sollten.
Nach einiger Zeit sah ich doch auf, jedoch hinüber zu meinem kleinen Bruder. Was hielt er von der ganzen Sache? Ich war mir nicht mehr so sicher. Und er hing doch eigentlich so an Fin.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 12:48 am

Rana:

Kimi sah mich fragend an, ich konnte allerdings nur ratlos mit den Schultern zucken. Echt blöd, das es keine Zimtschnecken mehr gab.

Die Tatsache, dass Kimi sich nun an mich wandte, verunsicherte mich etwas. Wollte sie nur allgemein wissen was ich dachte oder zweifelte sie an ihrem Standpunkt?
Dad entführt? ... Irgendwie kam die Bedeutung der Worte nicht bei mir an. Vermutlich war es wie in dem Moment, als wir als Tribute ausgelost wurden; ich brauchte einfach etwas länger.

Mum weinte stumm vor sich hin und Kimi saß neben mir auf der Couch. Die Stimmung war eigenartig. In mir breitete sich ein mulmiges Gefühl aus.
Ich räusperte mich kurz, ehe ich allgemein in die Runde "Und was machen wir jetzt?" warf. Das war sowohl an Kimi als auch an Mum gerichtet.

Doch Dad konnte nicht ewig weg bleiben. Bei den Interviews würde er auf sienem Platz sitzen und die Kameras würden in ganz Panem Großaufnahmen von ihm zeigen während Kimi und ich an der Reihe waren. Klar. Logisch.
Ein klein wenig Erleichterung machte sich in mir breit und ich freute mich über meine eigene Logik. Spätestens morgen wäre er wieder da.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 1:00 am

Pesh:

Bei Ranas Frage zuckte ich mit den Schultern und wischte mir über die Augen.
Die beiden wirkten noch immer äußerst skeptisch. Und langsam gingen mir die Ideen aus, wie ich sie davon überzeugen konnte, dass ich die Wahrheit sagte. Wie konnte innerhalb von weniger Tage ihr Vertrauen in uns so zerstört worden sein?
Die Antwort darauf kannte ich.
"Rana, Kimi, es tut uns - mir wirklich leid, dass wir euch einfach im Stich gelassen haben. Auch wenn es nicht so war, aber mir ist klar, dass es euch so vor kam. Ich weiß, ihr seid sauer auf uns. Und das zu Recht. Aber wir wollten euch damit beschützen und wir sind eben auch nur Menschen die Fehler machen." Ich stoppte und lächelte traurig. "Aber könntet ihr mir bitte versprechen, dass ihr nicht versucht auf eigene Faust zu entkommen?"

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 1:07 am

Rana:

Unsicher blickte ich zu Kimi. Ich würde mich nach ihr richten. Zum einen, weil ich es in dieser Angelegenheit für klüger hielt - immerhin waren wir aufeinander angewiesen - zum anderen, weil ich dazu gerade überhaupt keine Meinung hatte. Ich lief einfach mit.

In diesem Moment schepperte es auf dem Flur ziemlich laut, ehe sich erst Gemurmel ausbreitete und dann laute Stimmen erhoben. "... dürfen nicht .... nichts verloren ... Training ... klare Anweisungen ..."
Ich verstand nur Wortfetzen und sah zu Mama. Sie durfte nicht hier sein. Doch bei den ganzen Wachen würde wohl niemand hier rein kommen - oder doch? Wollte überhaupt jemand hier rein?

Wieder Stimmengewirr. Dann wurde es ruhig. Es dauerte ein paar Momente, ehe sich die Tür öffnete und eine Avox hereinhuschte. Sie zitterte und hatte etwas in der Hand. Schnell lief sie zu Mum und ließ einen durchsichtigen Organzabeutel in ihre Hand fallen. In dem Beutel war ein Ring. Ein schlichter, goldener Ring, blutverklebt. Innen war eine Gravur, die allerdings nur noch zur Hälfte sichbar war. Dads Ehering.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 1:24 am

Pesh:

Keiner der beiden sagte etwas dazu. Sie wechselten nur stumm ein paar fragende Blicke. Die beiden würden zusammen halten, egal was kam. Ein schöner Gedanke, auch wenn es momentan nicht schlecht wäre, wenn ich zumindest einen von ihnen überzeugen könnte und mit desen Hilfe dann auch den anderen.
Erschöpft strich ich mit den Fingern durch die Haare und sah die beiden an. Konnte so leicht dreizehn Jahre Vertrauen völlig verloren gehen?

Als vor der Tür plötzlich die Stimme unseres Wächters lauter wurde, fuhr ich herum. Was konnte das bedeuten? Wollte man womöglich doch auch mich? Oder noch schlimmer die Kinder in Sicherheitsverwahrung nehmen, weil doch irgendwas von unserem Plan durch gesickert war.
Zwar würden die Friedenswächter sicher niemanden freiwillig herein lassen, aber wenn es so wäre wie unten im Keller, würde man sie womöglich attakieren und ausschalten. Und dann säßen wir hier in der Falle.
Schnell suchte ich das Zimmer nach einer möglichen Waffe ab. Am Frühstückstisch lag noch ein längeres Messer. Auch wenn es wohl nichts wäre gegen eine Horde feindlicher Friedenswächter.
Ich sah zu meinen Kindern und wollte ihnen gerade zu raunen, sie sollten in Deckung gehen, als schon die Tür aufging.
Doch statt den erwarteten Gegnern stand Rose in der Tür. Sie war vollkommen bleich und zitterte leicht, als sie auf uns zu kam und mir einen durchsichtigen Beutel reichte.
Erschrocken riss ich die Hand vor den Mund, als ich den Inhalt erkannte. Fins Ehering. "Was - was?" Ich schluckte und zog Rose neben mich auf das Sofa.
Was ist mit Fin? Weißt du etwas? Was hat das zu bedeuten? Ich wechselte in Zeichensprache und bemühte mich schnell zu deuten, damit Rana und Kimi nicht mit lesen konnten.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 1:32 am

Rana:

Swell hat ihn selbst vorbei gebracht. Pause. Es tut mir so leid!
Ich verstand nicht, was die Avox sagte, doch sie fing an zu weinen. Na toll. Eigentlich war ich froh gewesen, dass Mama endlich aufgehört hatte.

Ich nutzte die Gelegenheit und suchte Kimis Blick. Fragend zog ich die Augenbrauen hoch. Was jetzt?, sollte das heißen. Kurz überlegte ich, zu flüstern. Doch dann wäre vermutlich die Aufmerksamkeit von Mum wieder auf uns gelenkt worden und in dem Moment war ich eigentlich ganz froh gewesen, dass sie abgelenkt war.
Irgendetwas stimmte hier nicht. Irgendetwas lief mächtig schief. Doch ich konnte die Tragweite des Ganzen noch nicht ganz erfassen. Dad schien nicht einfach verhaftet oder mitgenommen worden zu sein - ihm war etwas zugestoßen. Und vermutlich nichts Gutes wenn man Mums Reaktion und das ganze Gewusel um uns herum berücksichtigte. Ob er trotdem wohlauf war? Bestimmt, so schnell warf Dad nichts aus der Bahn.

Wenn Kimi sich nur endlich entscheiden könnte. Ich schielte kurz zu Mama und nickte dann Kimi zu. Ich war dafür. Wir sollten Mum in ihrem Elend nicht so allein lassen. Der Anblick war so schon verstörend genug, dann noch das Gerede wegen Papa und die Spiele, das Training, die von uns geplante Flucht, die angeblich von unseren Eltern geplante Flucht, die Tatsache das wir nicht wussten was auf uns zukam ... Vielleicht sollten wir uns wirklich gegenseitig helfen. Doch Kimi war bisher von dieser Idee wenig angetan gewesen.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 1:44 am

Pesh:

Swell hatte ihn vorbei gebracht.
Ein glühender Schmerz durchfuhr mich, aber ich war zu perplex um irgendwie darauf zu reagieren.
Als Rose begann zu weinen, zog ich sie an mich. Hielt mich an ihr fest. Auch wenn ich momentan alles nur dumpf wahr nahm.

"Danke, dass du ihn vorbei gebracht hast", murmelte ich leise. Es war Fins Ring. Aber war das nicht ein gutes Zeichen? Dass er verletzt war, wusste ich schon von den Friedenswächtern. Und wäre er tot - ich würde Swell zu trauen, dass er mir in dem Fall Fins Kopf oder zumindest einen Finger geschickt hätte, nicht unter Anführungszeichen 'nur' einen Ring. Wobei die Botschaft auch so deutlich genug war.

"Was heißt das?" Kimis Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Sie sah mit großen Augen zu uns herüber. Oder eher auf den blutigen Ring. Schnell ließ ich den Beutel in meiner Hosentasche verschwinden.
"Ist Fin tot?", hauchte sie entsetzt. Vielleicht würden sie nun doch auf mich hören, aber der Gedanke kam mir nicht wirklich in den Sinn.

"Ich weiß es nicht. Aber ich denke nicht." Noch nicht. Swell würde ihn töten lassen, dass hatte er damit eindeutig sagen wollen.
Wut kochte in mir auf. Dann würde ich eben dafür sorgen müssen, dass er keine Gelegenheit mehr dazu bekam. Dafür würde er bezahlen.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 1:54 am

Rana:

Kimis Sturheit wurde erstmals zu Betroffen- oder gar Bestürztheit. Ich rückte zu ihr hinüber und streichelte sie etwas hilflos an der Schulter. Vermutlich war ich da keine große Hilfe, aber mir fiel nichts besseres ein.
Dad ist nicht tot. Auf keinen Fall. "Morgen bei den Interviews sehen wir ihn doch wieder", tröstete ich meine Schwester ziemlich naiv und streichelte sie weiter.

Doch ich fühlte mich immer unwohler in dieser Situation. Mama so traurig, die schluchzende Rose, die bekümmerte Kimi ... Und ich kam mir etwas fehl am Platz vor. Also sprang ich auf und lief zum Frühstückstisch. Essen half immer. Es lenkte mich zumindest ab.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Sa Sep 22, 2012 2:11 am

Kimi:

Ich starrte entsetzt auf den Ring. Selbst als Mama ihn versteckte, sah ich noch auf die Stelle, wo er zuvor noch gelegen hatte. Selbst aus der Entfernung hatte ich ihn erkannt.
Was wenn Fin wirklich etwas zu gestoßen war? Wenn er sterben würde und noch immer glauben würde, wir würden ihn hassen?
Ich schlang meine Arme um meine aufgestellten Beine, damit ich nicht zu zittern begann.
So viel Show wäre doch nicht nötig und zu aufwendig. Dachte ich zumindest. Schließlich hätten sie einfach noch mehr Friedenswächter postieren können oder so um uns hier - ihrer Meinung nach - fest zu halten.

Rana stand auf und lief hinüber zum Frühstückstisch. Wie konnte er jetzt nur an Essen denken?
Am liebsten würde ich mich mit ihm berat schlagen, ob er Mama das glaubte oder nicht. Aber das ging so ja wohl schlecht.

"Können wir ihm irgendwie helfen?", wollte ich leise wissen. Scheinbar hatte ich mich entschieden. Ich würde ihr glauben. Vorerst.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Mo Sep 24, 2012 10:08 am

Rana:

Meine Augen suchten den Frühstückstisch ab, während Kimi ihre Arme um die angezogenen Knie schlang. Sie wirkte beunruhigt. Aus dem Augenwinkel beäugte ich sie kurz, doch sie sah nicht in meine Richtung, weshalb ich mich wieder der Auswahl meiner Nahrung widmete.
Es gab alles in Massen - nur die Zimtschnecken waren leer. Das fand ich ziemlich unfair. Also entschied ich mich für ein Plundergebäck mit Obst und ging mit bereits jetzt total klebrigen Händen und ordentlich krümeld zur Couch. Irgendwer würde hier schon sauber machen, es kümmerte mich recht wenig wie der Boden aussah. Der Grund, weshalb ich auf einen Teller verzichtete.

Die Stimmung, die auf der Couch herrschte, war merkwürdig. Doch warum? Weil Dad heute nicht da war, wo er selbst gerne wäre? Das ging Kimi und mir schon seit ein paar Tagen so. Oder weil er hatte kämpfen müssen? Oder weil jemand seinen Ring vorbei gebracht hatte?
Ich liebte Dad, doch in diesem Augenblick machte ich mir einfach keine Sorgen - konnte den Ernst der Situation noch nicht erfassen. Normalerweise war ich wenig naiv, hatte allerdings immer eine recht eigene Sicht der Dinge.
Ich ließ mich direkt neben Kimi auf die Couch fallen und legte die Beine mit hoch aufs Sofa. "Bis morgen, Kimi", tröstete ich sie. "Bis morgen hält er das schon aus. Und bei den Vorbereitungen für die Interviews ist er bestimmt auch schon da, also ist es nicht mal ein Tag ...!" Ich klopfte ihr mit dem Handballen, der Rest meiner Hand war nämlich zielmich klebrig, beruhigend aufs Knie. "Das schafft er schon!"

Ich klang aufgrund meiner Fehleinschätzung der Lage ziemlich entspannt, fast fröhlich.
Allerdings sah auch Mama ziemlich bestürzt aus. "Kopf hoch!", ermunterte ich sie.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Di Sep 25, 2012 9:58 pm

Pesh:

Rana schien die Situation nicht ganz so ernst zu sehen. Für ihn stand fest, dass es seinem Vater gut gehen musste und er morgen wieder da sein würde. Ich glaubte nicht wirklich daran. Wem würde es schon groß auffallen, dass Fin dieser Pflicht als Mentor nicht nach kam. Unseren beiden Kindern und der Betreuerin vielleicht. Aber nicht die breite Öffentlichkeit und selbst wenn würde vermutlich niemand Swell dafür die Schuld geben, sondern eher spekuliert werden, ob Fin die Aufgabe zu groß war, seine eigenen Kinder auf die Arena vor zu bereiten.
Vielelicht wäre es gut für ihn in dem Glauben zu bleiben, bis sein Vater wieder frei wäre.
Ich schüttelte in Gedanken den Kopf. Er war keine vier mehr, wie Kimi damals bei meiner Verhaftung. Außerdem hatten Lügen oder zumindest nicht die volle Wahrheit sagen, diese Familie schon zu weit auseinander getrieben. Das sollte nicht noch einmal passieren.

Ich stand auf und ging auf die beiden zu. Vor dem Sofa ließ ich mich in die Hock sinken um mit den beiden etwa auf Augenhöhe zu sein. Ich nahm die Hand meiner Tochter und legte meine zweite Hand auf das Knie von Rana, da seine Hände noch das Plundergebäck hielten.
"Bleibt heute Nacht bitte hier."
"Darum geht es also wieder", unterbrach mich Kimi sofort. Ihre zuvor besorgte Mine verschloss sich sofort wieder.
Schwach schüttelte ich den Kopf. "Nein und Ja. Es geht mittlerweile um mehr, aber eigentlich noch immer darum euch hier lebend raus zu holen." Nicht einmal ich verstand genau, was ich damit meinte. Aber mir kam es so vor, als würde hinter meinem Kopf ein Countdown ablaufen und uns die Zeit ausging.
"Kimi, Rana, bitte versprecht mir heute Nacht nichts zu unternehmen. Ich versuche heute alles zu erledigen und Fin da raus zu holen." Es könnte etwas schief laufen. Was wenn sie mich auch einsperren würden? "Versprecht es mir, dafür habt ihr, für den Fall, dass wir - weder Fin noch ich - morgen nicht auftauchen, unser Einverständnis, dass ihr es auf eigene Faust versucht." Ich hoffte dazu kam es nicht. Aber wenn sie uns beide und womöglich noch weitere Köpfe, die für unseren Plan wichtig waren, gefangen genommen hätten, wäre das vielleicht gar keine schlechte Idee.
"Was sagt ihr? Rana?", wandte ich mich zuerst an meinen Jüngsten, da er bisher zu dem Thema nichts gesagt hatte und falls er auf unserer Seite war, es Kimi vielleicht auch wäre.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Mi Sep 26, 2012 3:30 pm

Rana:

Als Mum mich direkt ansprach zögergte ich und warf meiner Schwester einen fragenden Blick zu. Doch dann wandte ich mich recht schnell wieder Mum zu. "Dad sagt immer: Versprech' nichts wenn Du es nicht halten kannst. Also sag' ich dazu lieber nichts.", hielt ich es unpräzise. "Weißt du, Mum, ich finde das alles hier ganz schön blöd.", hörte ich mich plötzlich sagen. "Erst werden wir Tribute obwohl ihr uns immer erklärt habt wenn wir uns ruhig verhalten und schön artig sind passiert uns das nicht - und wir waren noch so dumm und haben euch geglaubt. Dann lässt Dad uns ewig alleine, plötzlich steht ihr beide da und sperrt uns ein und lasst uns ständig überwachen. Und jetzt haben wir endlich mal eine gute Idee und dann macht sich Dad aus dem Staub und du kommst mit total absurden Geschichten - wozu das alles?"
Das ich uns dabei quasi verraten habe, bekam ich gar nicht mit.
"Wäre es so leicht sich davon zu stehlen hätten das schon andere vor uns gemacht. Ich glaube nämlich nicht, dass wirklich alle hier so scharf auf die Spiele sind." Damit hatte ich mir zwar gerade selbst widersprochen, doch das war egal. "Wer seid ihr eigentlich, dass ihr denkt, dass ausgerechnet ihr etwas ändern könntet.", fragte ich provokativ. Ich war wirklich sauer und genervt.
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Sep 28, 2012 9:41 pm

Pesh:

Bei Ranas ersten Worten nickte ich bloß. Er war wirklich der Sohn seines Vaters.
Aber langsam zehrte das Verhalten der beiden gewaltig an meinen Nerven. Vor allem da ich in Gedanken die ganze Zeit bei Fin war und mir nicht vorstellen wollte, was man ihm antat.
"Zum letzten Mal wir haben gedacht, dass euch bei der Ernte nichts passieren kann. Das Swell Rache will und euch da mit hinein zieht, haben wir nicht geahnt. Sonst wäre ich mit euch nie nach Distrikt 5 gezogen. Wir wollten und wollen immer nur das beste für euch."
Eine zeit lang hörte ich mir stumm seine Vorwürfe an, bei denen Kimi nur bestätigend nickte. Es hatte sie wirklich verletzt. Aber mittlerweile hatten wir uns oft genug dafürr entschuldigt und versucht es ihnen zu erklären. Was sollten wir noch mehr tun?
Als Rana schließlich fragte, warum wir glaubten, dass wir es ändern konnten, antwortete ich nur mit einer Gegenfrage: "Wer seid ihr, dass ihr glaubt eine Chance zu haben, hier raus zu entkommen, wenn kein anderer Tribut es bisher geschafft hat?" Man hatte sicher alles dafür getan, dass kein Tribut jemals entkommen könnte und auch die Sicherheitsvorkehrungen, dass niemand von außen etwas machen konnte, waren groß. Aber mittlerweile hatten wir genug auf die Beine gestellt, damit es funktionieren könnte.
Schließlich gab ich jedoch doch eine Antwort: "Weil euer Vater und ich die größten Sturschädeln überhaupt sind und nicht zulassen werden, dass euch etwas passiert."

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Di Okt 02, 2012 8:55 pm

Rana:

Ich warf Kimi einen Seitenblick zu. Was sie wohl von alledem hielt? Ich für meinen Teil war mir nicht ganz sicher. Mums Ausführungen klangen sowohl logisch als auch völlig wirr.
Gerne würde ich mit meiner Schwester reden, meine Gedanken mit ihr teilen und an ihren teilhaben.

Doch dann wandte ich meinen Blick wieder Mum zu. "Und was machst du jetzt?"
Obwohl sie sich Zeit für uns genommen hatte wirkte sie irgendwie rastlos. Als könnte sie nicht schnell genug von uns wegkommen und gleichzeitig gäbe es nichts, was sie sich sehnlicher wünschte als bei uns zu sein.

Sollte Dad wirklich ein Gefangener sein? Und sollten die beiden unseretwegen oder wegen diesem Swell wirklich in Schwierigkeiten stecken? Waren nicht wir diejenigen, die hier als Tribute saßen?
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Okt 05, 2012 10:07 pm

Pesh:

Ich sah Rana an und lächelte ihn schwach an. Tausende Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. Was würde Swell mit Fin anstellen? Was wenn sie etwas von unserem Plan erfuhren. Dass Fin nichts verraten würden, war mir klar. Doch wenn sie andere gefangen genommen hatten, denen etwas unter der Folter heraus rutschen würde? Oder wenn sie Fin drohten, einem von uns etwas an zu tun? Nein. Schlimmer könnte es für unsere Kinder nicht werden, denen könnte Swell nichts antun und mir - da wäre Fin hoffentlich klar, dass unsere Kinder wichtiger waren.

"Jetzt werde ich erst einmal dafür sorgen, dass euch nichts passiert", meinte ich und lächelte den beiden ehrlich zu. "Wenn hier alles geklärt ist." Mit den Friedenswächtern, aber vor allem mit den beiden direkt. "Werde ich versuchen mit Swell zu reden." Oder ich würde ihm wirklich mal ein Messer in die Brust rammen. Was ich schon vor Jahren hätte tun sollen. Vermutlich würde ich Variante zwei nicht machen, auch wenn er der schlimmste Mensch - abgesehen vom Präsidenten oder vielleicht ziemlich gleich - war den ich kannte. Keiner verdiente den Tod.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   So Okt 07, 2012 7:23 pm

Rana:

"... und wenn euer Zeug nicht klappt dürfen wir abhauen?", vergewisserte ich mich erneut. Als Mum missmutig zustimmte grinste ich. "Also wir sind einverstanden", bestimmte ich und knuffte Kimi gleichzeitig. Sie sollte mir nicht böse sein. Ich wusste, dass meine Schwester mich hier nicht alleine zurücklassen würde. Zumindest ging ich davon aus. Deshalb konnte ich gleich für sie mit zusagen. Sollte sie mich tatsächlich hier zurück lassen wollen wäre sie wenigstens in Sicherheit. So hätten wir vielleicht beide eine Chance. Wir würden sehen.

Jetzt strahlte ich fast. "Holst du Dad?", wollte ich - den Ernst der Situation noch immer nicht ganz wahrnehmend - schließlich wissen während ich aufsprang, und mir das Frühstücksbuffett nochc einmal genauer ansah. Ich konnte einfach nicht genug bekommen.
Ich stopfte mir ein paar Erdbeeren in den Mund und fragte mit vollen Backen "Follt ihr auch nof waf?"
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   So Okt 07, 2012 9:08 pm

Kimi:

Ich wunderte mich doch, als unsere Mutter noch einmal bestätigte, dass wir abhauen dürften, wenn ihr Zeug nicht funktionieren würde.
Als dann jedoch Rana zustimmte, dass er mit den Bedingungen einverstanden war, sah ich ihn sauer an. Als er mich jedoch knuffte, musste ich mir ein Lächeln verkneifen und schaffte es nur mit Mühe, ihn weiter böse anzuschauen. Es fühlte sich nicht wie Verrat an, vielleicht war ich sogar irgendwo froh darüber. Ich wusste noch immer nicht genau, was ich von der Sache halten sollte, aber mein Bruder schien sich entschieden zu haben unserer Mutter in dem Punkt zu vertrauen. Vielleicht sollte ich es auch. Und wenn es nicht klappen würde, könnten wir immer noch morgen Abend abhauen.


Pesh:

Erleichtert atmete ich aus, als Rana mir schließlich das Versprechen gab, dass sie damit einverstanden waren. Und auch Kimi, obwohl sie nicht ganz so erfreut darüber wirkte, schien sich seiner Meinung an zu schließen. "Danke", murmelte ich ganz leise.

"Ich versuche es zumindest", erwiderte ich und lächelte ebenfalls, als Rana wieder auf sprang und zum Frühstückstisch lief. Scheinbar hatte er wirklich großen Hunger.
"Ich kann mich also auf euch verlassen?"
"Ihr habt Zeit bis morgen früh", entgegnete Kimi in strengem Tonfall. Ich nickte. Bis am nächsten Morgen hoffte ich zumindest ein paar Neuigkeiten mehr zu bekommen. Vielleicht sogar eine reale Chance heraus zu finden, wo Fin war. Und wenn nichts schief gehen würde, würde zumindest einer von uns morgen wieder hier um den beiden von den neusten Erkenntnisen zu berichten.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Do Nov 01, 2012 11:35 pm

Rana:

Ich wartete, bis Mum gegangen war. Dann sah ich Kimi erwartungsvoll an, ehe ich mich laut seufzend mit verschränkten Armen in die Kissen zurücklehnte. "Irgendwie komm' ich mir vor wie im falschen Distrikt.", bemerkte ich. Was ich genau genommen ja auch war. "Meinst Du, Dad geht's gut?".
In den letzten Stunden war so viel passiert. Und irgendwie spürte ich weder wirkliche Beunruhigung noch Panik, Unbehagen oder irgend etwas in dieser Richtung. Meine Schwester war bei mir! Und Mum und Dad ... naja. Die waren keine wirklich große Hilfe. Und irgendwie dann doch. Vermutlich war ich wirklich einfach nur verwirrt.
"Hälst Du dich an die Abmachung, die Du mit Mum getroffen hast?"


Finley:

Ich übergab mich und mein Körper wurde von immer wiederkehrenden Krämpfen geschüttelt. Der Schmerz hatte mich inzwischen gelähmt und ich nahm nur noch wenig von dem wahr, was mit mir geschah und dämmerte ständig zwischen Bewusstlosigkeit und Wachsein, wobei letzteres wohl kaum als solches bezeichnet werden konnte. Ob es mir vor zwanzig Jahren genauso gegangen wäre? Oder hätte mir meine damals trotz allem bessere Verfassung und die jüngeren Knochen einen Vorteil gegenüber meiner jetzigen Situation verschafft?
" ... Pause machen ... keine zwei Tage mehr ... nicht verantworten ... wenn ich weiter für Sie arbeiten soll ... darauf verzichten ... ohne mich ... " - Dann ein Schrei, der nicht von mir kam, und ich dämmerte wieder weg ...
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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Nov 02, 2012 12:04 am

Pesh:

Nach dem ich meine beiden Kinder noch einmal gedrückt hatte, verließ ich das Zimmer. Ich seufzte tief und umschloss Fins Ring fest in meiner Faust. Es musste klappen. Hoffte ich zumindest. Was sonst wäre, wollte ich mir nicht ausmalen. Im Moment war ich die letzte aus der Familie, die nicht irgendwie in Swells Gewalt war und dennoch würde ich mich nun genau zu ihm begeben. Hoffentlich würde es helfen. Denn was passieren könnte, wenn etwas schief lief, wollte ich gar nicht wissen.
Dennoch dachte ich die ganze Zeit darüber nach und malte mir die schlimmsten Horrorforstellungen aus. So dass ich kaum merkte, wie der Weg an mir vorbei flog und ich schließlich vor der Tür meines alten Arbeitsgebers stand.
An der Tür zögerte ich. Aber es war wichtig. Vielleicht die einzige Möglichkeit um Fin da raus zu holen. Und unsere Kinder waren sicher so oder so.
Zaghaft klopfte ich und wartete. Vielleicht war er auch einfach nicht zu hause.

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BeitragThema: Re: Es geht immer Schlimmer ...   Fr Nov 02, 2012 12:13 am

Swell:

Ich wollte gerade das Haus verlassen als ich ein leises Klopfen wahrnahm. Wer klopfte denn bei mir zu Hause an meine Tür? Die meisten meiner Termine und auch die meisten meiner Besucher empfing ich außerhalb. Nur wenige Menschen besuchten mich hier.
Ungeduldig blickte ich auf meine Uhr, ehe ich die Tür öffnete - und vor mir "Peshewa Anobis" stand. Das ich ihren Namen ausgesprochen hatte fiel mir gar nicht auf. Auch die Tatsache, dass sie seit ein paar Jahren Weston hieß ignorierte ich. Für einen kurzen Augenblick waren mir tatsächlich meine Gesichtszüge entglitten, doch ich hatte mich schnell wieder gefasst und setzte mein überlegenes Grinsen auf. "Mir scheint, als hättest Du dich verlaufen", meinte ich abfällig und lehte mich betont lässig in den Türrahmen.
Sie war älter geworden, doch es schien sie noch attraktiver gemacht zu haben. Für eine Avox sah sie ohnehin immer zu gut aus. Trotzdem ist sie in all den Jahren immer genau das in meinen Augen geblieben: eine Avox. Eine Kriminelle. Niemand, dem man Wertschätzung, Achtung oder Respekt zeigen musste. Doch ihr so genannter Mann, dieser Weston ... Der war ein Dorn in meinem Auge. Und er sollte deutlich zu spüren bekommen was es hieß, sich mit dem großen Swell anzulegen. Nicht, dass ich bemerkt hätte welche Avox fehlte - doch er hatte mir etwas genommen. Etwas, von dem er wusste das es mein war. Und mir nahm man nicht so einfach etwas weg!
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